Ralf Gabler – Schmerztherapie & Hypnosecoaching

Anti-Aging Podcast | Personalentwicklung | Andreas Klement | #23

Andreas

Andreas Klement – wie man nach der Karriere Karriere macht

Andreas Klement hält Vorträge, schreibt Bücher und coacht die verschiedensten Menschen. Wichtig ist dabei eins: Die Geheimnisse des Sports mit einbringen. Was er genau macht, ist am einfachsten mit ein paar Zeilen seiner Homepage beschrieben:

Ich analysiere seit vielen Jahren die Erfolgsmechanismen aus dem Sport, die zu herausragenden Leistungen und Erfolg führen und habe mich auf die Suche begeben, um die besonderen Erfolgsfaktoren zu entdecken. Heute nenne ich diese: Strategien der Champions.

Ich finde, es gibt nichts Spannenderes, als die Erfolgsgeheimnisse aus dem Sport auf Unternehmen, Führungskräfte, Teams oder sich selbst zu übertragen.

Die Website von Andreas: https://andreasklement.de

Das Buch ‚Think Gold‘ von Andreas, gibt es hier: Think Gold: Denken und Handeln wie Spitzensportler

Für alle „Nichthörenwoller“ habe ich ein Transcript erstellt:

Podcast Transcript:

Schmerzfrei, gesund und kraftvoll die zweite Lebenshälfte genießen. Der Anti-Aging Podcast für Kopf und Körper. Deine News rund um die drei Hauptbereiche Bewegung, Ernährung und Mindset. Mit Ralf Gabler.

Ralf: Hallo und herzlich willkommen zum Anti-Aging Podcast. Und ich habe es auch heute wieder geschafft, einen ganz spannenden Interviewpartner hier bei mir zu haben, und zwar den Andreas Klement. Der passt in doppelter Weise zu uns, weil er zum einen Mal den Sport als Thema hat. 

Jetzt nicht direkt. Wahrscheinlich macht er sogar aktiven Sport so ein bisschen, aber einfach die Verbindung von Leistungssport und Profisport auf der Führungsebene. Da schlägt er die Brücke. Hallo Andreas, ich freue mich, dass du da bist.

Andreas: Ja, hallo Ralf, ich grüße euch. Vielen lieben Dank für die Einladung. Ist eine große Freude dabei zu sein.

Ralf: Ja, schön. Andreas, ich habe ja so ein bisschen mühsam, schräg, schrill versucht, dich vorzustellen. Erzähl du doch mal bitte direkt, was du eigentlich so machst, wie du Sport und Führung verbindest.

Andreas: Ja, also grundsätzlich muss ich jetzt sagen, dass so die zwei, weil wir bringen zwei Welten zusammen: Die, die den wahnsinnigen Ansporn an den Output haben, an sich selbst haben. Und das ist so das Thema Sport und das Thema Führung. Und es geht nicht immer nur um Führungskräfte, weil ja, sagen wir mal, jeder führt sich ja selber durchs Leben. Man führt eine Familie, man führt sein Leben, man führt seine Zeit mit all dem. Und zwischendurch gibt es natürlich auch Menschen, die auch noch andere Menschen führen. 

Und wir gucken darauf, welche Erfolgsmechanismen oder Faktoren gibt es da. Und die versuchen wir tatsächlich dann zu übertragen. Das ist so der eine Bereich. Und der anderen Bereich ist es wirklich sehr genau und direkt mit dem Sport zu tun haben, weil ich Athleten Coach bin und Coach-Weltmeister, Europameister, Olympiateilnehmer bin. Da allerdings mit einem ganz speziellen Fokus, wie die Karriere nach der Karriere aussieht.

Ralf: Genau, also wenn der Fußballspieler dann die abgeschlagenen Knie und abgeschlagenen Sprunggelenke hat, was er dann noch tun kann, um Geld zu verdienen?

Andreas: Ja genau so, ja.

Ralf: Hochspannend jetzt. Das drückt mich jetzt einfach. Wirklich. Machst du Sport?

Andreas: Ja, du, ich bin eigentlich mein eigener Klient oder mein eigener Kunde, könnte man so sagen. Ja, ich bin ja jetzt 47 und ich glaube, weiß ich nicht, ich war da 18, 19, 20, so in dem Dreh. Ich habe keine Ahnung, ob ich es jemals zum Nationalspieler geschafft hätte, aber ich habe Handball gespielt und hab mir dann mein Knie kaputt gemacht. Und das war das schnelle Ende einer nicht begonnenen Karriere. 

Und von daher habe ich sehr darunter gelitten. Bin von Haus raus, muss ich wirklich sagen, denn ein Verfechter von Mannschaftssport heutzutage mit Blick auf die letzten 27 Jahre oder sowas muss ich sagen, dass ich lieber Einzelsportler bin. Und wenn es darum geht, ja, was mache ich noch, dann boxe ich tatsächlich. Allerdings nur gegen den Sandsack, weil der schlägt nicht zurück.

Ralf: Hat unbestreitbar Vorteile. Ich frage mich ja völlig richtig. Ich kenn den Sport, nicht boxen. Ich habe selber nie geboxt, aber eben Kampfsport gemacht. Und ja, das war schon unangenehm, wenn die anderen zurück hauen. Ich fand es manchmal auch als unfair empfunden, dass sie zurückschlagen durften. Es wäre mir leichter gefallen, wenn die ruhiger gehalten hätten.

Andreas: Du, ich meine, dass das Verrückte ist ja, dass die Spielregeln der ja so einfach sind. Also du haust, der haut und trotzdem ist es blöd, wenn jetzt dann passiert.

Ralf: Das ist richtig. Du hast vorhin so schön erwähnt, dass du im Prinzip, also beide Themen sind natürlich hoch spannend, das Thema ‚Was macht ein Sportler nach dem Sport, wenn er dann mal endlich was vernünftiges tun sollte?‘ Und natürlich auch, was mich auch sehr, sehr interessiert und da würde ich gern ein bisschen mehr von dir dazu hören. 

Was hast du für, weil ich weiß es aus meiner Kundschaft, da sind ganz viele, die Sport gemacht haben und Teil auch früher Leistungssportler. Welche Themen kannst du oder was hast du identifiziert, wo man sagt, das muss ein Sportler können und das hilft ihm später bei der Führung bzw. der Führungsmensch kommt weiter, wenn er welche Sport Prinzipien übernimmt.

Andreas: Ja also da ist die Welt wirklich sehr sehr facettenreich. Ich mag damit beginnen, dass man sehr häufig, sag ich mal in so, in einem im Stadion sitzt oder in irgendeiner Arena und was auch immer, um sich dann im nächsten Atemzug auch mit so einzugesteht: Na ja, das was die da unten machen, das kann ich sowieso nicht. Da bin ich voll völlig untalentiert. 

Und das ist so etwas, was man ja sehr häufig sagt über Sportler, dass die es ja geschafft haben, weil die so talentiert sind. Ich persönlich bin, glaube ich, aber auch noch nie auf irgendeinen Sportler getroffen, der gesagt hat: Das Talent das Entscheidende ist. So, und ich sage mal so Talent ist die Eintrittskarte in diesen Markt. 

Und es ist egal, ob das jetzt Führung ist oder Unternehmer sein oder halt auch irgendwie Fußballspielen oder was auch immer für eine Sportart. Und Talent mag die Eintrittskarte sein und natürlich sollte man so eine Grund Begabung sei man irgendwie haben. 

Aber dann zählen natürlich ganz andere Faktoren, ob das jetzt sag ich mal Empathie ist. Also wenn eine Führungskraft oder wenn ein Mensch keine Menschen mag und damit nicht umgehen kann, dann ist er irgendwie als Führungskraft ziemlich falsch aufgehoben. Genauso hat es was damit zu tun mit dem Thema Konsequenz. 

Also ich bewundere Sportler in dem Maße und insbesondere die Athleten der Olympischen Spiele, weil die Arbeiten ja von heute beginnend auf ein Ziel, was in vier Jahren ist, ohne zu wissen, ob sie überhaupt zu den Olympischen Spielen kommen, geschweige denn, ob sie denn dann überhaupt noch eine Medaille gewinnen. So, und deswegen ist Konsequenz halt sehr wichtig. 

Das Thema, wie man Ziele erreicht, wie man Ziele verfolgt, wie man Ziele formuliert, wie man Ziele setzt. Am finde ich halt schon sehr spannend. Das ist mit Sicherheit einer der großen Faktoren, was man aus dem Sport alleine schon für sich selber übertragen kann.

Ralf: Hmmm ja, kann ich dir nur zustimmen. Das Talent, es braucht sicherlich ein gewisses Talent, wobei ich bei Talent sogar teilweise denke, da geht es einfach auch ein bisschen um den Spaß an der Sache, um das zu machen. Weil das, was ich aus meiner sportlichen Vergangenheit einfach weiß: Du brauchst einfach unendlich viele Wiederholungen, um bestimmte Dinge gut zu können und die musst du einfach machen. 

Und wenn das jetzt jedes Mal eine mühsame Qual ist, dann ist es sehr schwer durchzuhalten. Und wenn du grundsätzlich Spaß dran hast und wahrscheinlich auch so wie du das gesagt hast, ein Ziel vor dir siehst, dann fällt es dir eben wesentlich leichter, diese letztlich zigtausenden von Wiederholungen durchzuziehen, die du brauchst, um wirklich gut zu werden.

Ralf: Ja, ich glaube, das ist schon mal die die Grundbasis für alles. Also man sagt ja sehr schnell ‚Motivation‘ für so etwas. Aber ich finde schon, dass das einfach mit Spaß und Leidenschaft zu tun hat und das merkt man den Sportlern an. Die haben im Endeffekt, sage ich mal, ihr Hobby zum Beruf oder zur Berufung gemacht. Und haben da einfach eine wahnsinnigen Leidenschaft und wahnsinnigen Spaß an dieser Sache. 

Im Umkehrschluss möchte ich gar nicht wissen, wie viele Menschen eigentlich morgen im Auto, morgens im Auto sitzen oder in der U-Bahn oder in der S-Bahn oder im Zug oder was auch immer und auf dem Weg zur Arbeit sind und überhaupt gar kein Spaß dran haben, geschweige denn Leidenschaft. Ja, und das zeichnet natürlich Sportler in dem Maße schon schon sehr stark aus.

Ralf: Was würdest du jetzt sagen? Ich sehe hier so schön es gibt vom vom Andreas Klement gibt es einen einen Vortrag, der heißt Strategien der Champions. Was haben den Champion so für Strategien?

Andreas: Die Strategien der Champions. Weil du das jetzt so ansprichst, haben wir tatsächlich jetzt aktuell in einem Buch zusammengefasst. Das Buch heißt auch nicht Strategien der Champion, sondern heißt ‚Think Gold: Denken und Handeln wie Spitzensportler‘. Und das finde ich das Tröstliche in dem Buch. Da haben wir, ich muss jetzt überlegen, elf, zwölf unfassbar erfolgreiche Menschen porträtiert. 

Und das Tröstliche finde ich, dass es nicht diese eine Strategie gibt oder diese eine Denkweise oder diese eine Haltung, um erfolgreich zu sein, weil es so unfassbar viele Strategien gibt. Wir haben darüber gerade gesprochen, das ist das Thema Spaß und Leidenschaft, das bringt ganz viel Motivation. 

Sehr häufig merkt man bei Sportlern, dass zum Beispiel im Sport heißt es: Einer dieser Crossover Gedanke, dass man sich nicht immer nur mit seiner Sportart beschäftigt, sondern dass man auch aus anderen Sportarten was überträgt. Weil sich andere Partien in meinem Körper dann mal automatisch mittrainiert. Das sage ich mal so nett. 

Das ist immer ein guter Nebeneffekt, aber es nimmt dir auch so ein bisschen die Langeweile. Also ich vergleiche mal mit dem Leichtathleten. Der gefühlt, weiß ich nicht, wie oft eigentlich nur im Kreis läuft, dass da der Körper irgendwann sagt: Mensch, können wir immer anders rumlaufen. Hat halt was davon. 

Und so gibt es ganz viele Strategien. Vielseitigkeit gehört dazu, auch gerade im Mannschaftssport. Sich nicht nur auf eine Position irgendwie verlassen zu haben, sondern auch aus ganz vielen unterschiedlichen Blickwinkeln das zu betrachten. Eine der Strategien ist auch tatsächlich immer groß zu denken. 

Es gibt ganz viele Beispiele, aber bei Bayern München, den Fußballern, merkt man das immer sehr, sehr deutlich. Also für die ist es von vornherein gottgegeben, dass die halt Deutscher Meister werden. Also das ist deren Ziel und daran glauben die halt schon bevor die das erste Mal in den Ball getreten haben. Das ist halt so das Entscheidende.

Ralf: Also auch für den Unternehmer letztlich das zu übernehmen, für sich selber und zu sagen: Ja, ich will jetzt nicht um 10 Prozent wachsen oder um 20 Prozent wachsen, sondern ich will Weltmarktführer werden.

Andreas: Ja, warum nicht? Nun, man muss natürlich auch mal realistisch bleiben und das ist Bayern München ja auch. Also bleiben wir mal bei diesem Thema Bayern München. Wenn die schlecht wären, dann würden die natürlich auch niemals ein Ziel raushauen wie ‚Wir wollen Deutscher Meister werden und Champions-League-Sieger werden‘. 

Sondern die gucken natürlich auch auf ganz viele Sachen, links und rechts drumherum. Also passt die Mannschaft? Habe ich die richtigen Leute? Wie sieht eigentlich das Drumherum aus? Die denken ja auch sehr ganzheitlich, das fängt dann mit Ernährung an. Die gucken: Wie lange müssen die Grashalme sein? Wie viel Luft ist im Ball? Welche Trikots brauchen wir? Sind die eigentlich atmungsaktiv? 

So, also von daher ist es ganzheitlich zu betrachten. Das ist im Unternehmen auch so. Um einfach zu gucken: Habe ich eigentlich die richtigen Leute an den richtigen Platz oder auf den richtigen Position gesetzt? Habe ich die richtigen Ressourcen? Da bin ich technologisch so an der Stelle aufgestellt und habe die richtigen Ziele formuliert. Und dann kann ich natürlich Weltmarktführer werden. Viele haben es ja schon vorgemacht.

Ralf: Ja, gibt es durchaus ein paar in jeder Branche, mindestens einen.

Andreas: Ja, also ich glaube nicht, dass Jeff Bezos von Amazon irgendwann gesagt hat: Na ja, also wenn wir im Monat mal 20 Bücher verkaufen, dann ist es in Ordnung.

Ralf: Nein, ich glaube auch der war von Anfang an anders ausgerichtet und hatte größeres im Kopf.

Andreas: Ja und man merkt auch hier bei Elon Musk, wie die da auch heißen, also die sich ja damit beschäftigen, wie man in Weltraum fliegt und eigentlich produziert er nur Autos.

Ralf: Stimmt, ist durchaus korrekt. Ist durchaus korrekt. Wie läuft das so praktisch ab bei dir. Wer kommt zu dir und was machst du mit dem?

Andreas: Du, wir sind da sehr breit aufgestellt. Also mein Unternehmen gibt es schon seit 17 Jahren. Wir haben uns natürlich auch dazwischen ein paar Mal neu erfunden, anders erfunden, neu gedacht. Aber ich sag mal, wenn ich jetzt auch da in den Bereich gucke, wo wir und wie wir Unternehmen begleiten, dann ist es sehr vielfältig. 

Also in der Regel sind wir sehr ausgeprägt. Das heißt, wir begleiten Unternehmen bei Veränderungsprozessen. Zu uns kommen Unternehmen, die sagen: Du, das Anforderungsprofil von unseren Führungskräften hat sich verändert. Wir brauchen ein Schulungskonzept. Könnt ihr das umsetzen? Und so gucken wir gerade bei Unternehmen, dass wir sehr individuell gestalten. 

Ich mag auch da an der Stelle nichts von der Stange, weil man es halt nicht so schnell kopieren kann. Also wenn Amazon bei uns klingelt, haben die mit Sicherheit ganz andere Anforderungen, als wenn jetzt die Metzgerei Müller von nebenan klingelt. Ja, so muss man schon auf die Unternehmen genau drauf schauen, um tatsächlich dann auch das Unternehmen erfolgreich zu machen. 

Da gibt es natürlich die ganz klassischen Themen, dass wir sagen: Welche Workshops muss man machen? Welche Trainingsmaßnahmen, wie es im Sport ist? Gewonnen wird auf dem Platz oder geboxt wird im Ring. Also machen wir auch das Thema Coaching und Arbeitsplatz-Begleitung. Und so gucken wir, dass wir da ganz viele Hebel haben, damit das Unternehmen hinterher die Anforderungen, die sie an uns gestellt haben, auch tatsächlich erreichen.

Ralf: Okay. Also ich weiß, das ist jetzt nicht direktes Thema. Hast du auch schon mal Unternehmen dann quasi komplett zum Sport gebracht? Dass die sich ihre, also nur sich quasi ihre ihre Ideen aus dem Sport selber erarbeiten?

Andreas: Haben wir Unternehmen schon mal zum Sport gebracht? Ich sage mal Jein. Also wir haben das Glück, dass wir auf der einen Seite natürlich ganz viele Sportler ja auch kennen, weil wir mit denen auch zusammenarbeiten. Und so passiert es auch hin und wieder, dass zum Beispiel so eine Anfrage kommt. Wir können nur mal eine Teambuilding-Maßnahme machen. Wir sind jetzt kein klassischer Teambuilding-Anbieter oder so etwas. 

Und da verzahnen wir schon, dass auch wir, die Sportler, mit denen wir zusammenarbeiten, die auch an unsere Unternehmenskunden weitergeben. Und dann machen die irgendwelche Teambuilding-Maßnahmen oder halten dort Vorträge und machen dort Workshops. Ist jetzt noch gar nicht so lange her, ich habe vor zwei Monaten, d hatten wir sehr großen Andrang, da ging es um das Thema ‚Ziele erreichen‘, weil jetzt natürlich auch so das neue Jahr vor der Tür steht. 

Ja und da haben wir gesagt: Es gibt eigentlich niemand besseren als jemanden, der solche Ziele sich setzt, solche Ziele dann auch erreicht hat. Und so hatten wir dann einen Sportler an unsere Kunden weiterempfohlen.

Ralf: Okay, wer war das? Darf das raus?

Andreas: Ja. Das ist gar kein Geheimnis. Das sieht man ja auch bei uns. Wir arbeiten sehr eng mit Frank Busemann zusammen, der Silber Medaillengewinner Zehnkampf. Er beschäftigt sich sehr mit dem Thema ‚Ziele‘. Dann aus meiner leidenschaftlichen Sportart, eben dem Handball, arbeiten wir mit Martin Strobel zusammen, der mit Bronze bei den Olympischen Spielen gewonnen hat. Der macht sehr stark das Thema ‚Team’. 

Thomas Lurz, der erfolgreichste Open-Water-Schwimmer. Ich muss mir die Zahl immer irgendwie ablesen. So unfassbar, wie viele Titel er hat. Alleine zwölf Mal Weltmeister oder sowas. Und so arbeiten wir mit ganz vielen Sportlern zusammen. Also insgesamt kommen wir so bestimmt auf zehn, mit denen wir sehr eng zusammenarbeiten.

Ralf: Cool. Ja, Handball Strobel kommt ja aus meiner Ecke.

Andreas: Siehst du? Dann kennst du den ja. Auch wenn Balingen momentan so ein bisschen schwächelt.

Ralf: Genau ist der Nachbarort sozusagen von Rottweil. Es ist durchaus ein Begriff. Busemann ist natürlich sowieso ein Begriff. Dein Freiwasser-Schwimmer kenne ich oder kannte ich nicht, aber auch sehr spannend. Schwimmen ist ja durchaus auch eine coole Sportart. Damit wäre ja dann vielleicht auch schon geklärt, zumindest mal für drei Sportler, welche Sportler du nach dem Sport in irgendwelche Berufe unterbringst.

Andreas: Nein, das ist gar nicht so gemeint, weil alleine Thomas Lurz ist ein Paradebeispiel, wie man die Karriere nach der Karriere schafft, das aber weit vor unserer Zusammenarbeit schon geschafft hat. Der ist aktuell Personalleiter bei S. Oliver, ein sehr großes Unternehmen und er ist einer, der es sehr gut verstanden hat, während seiner sportlichen Laufbahn schon alle Weichen zu stellen. 

Und beim Thomas stellt sich das auch insbesondere so, dass er ja mir gezeigt hat, dass Schwimmen nicht gleich Schwimmen ist. Denn er ist Open-Water-Schwimmer gewesen, also der schwimmt 10km in der Bucht und im Meer und solche Sachen. Das ist jetzt nicht von Fliese-zu-Fliese-Schwimmen und dann wieder umzudrehen. Und der berichtet dann natürlich sehr eindrucksvoll, wenn er da versucht, eine Medaille zu gewinnen und neben ihm oder unter ihm schwimmt er eben so ein Hai entlang.

Ralf: Es macht dich möglicherweise schneller. Vielleicht auch nicht.

Andreas: Es gibt ja diese ist, ich weiß gar nicht, ob es ein Gerücht ist, so einen Mythos. Aber so, ich habe mal irgendwo gelesen, wenn man irgendwo im Meer schwimmt, es kommt ein Hai, sollte man halt irgendwie den Impuls reduzieren oder den Blutdruck reduzieren, wie auch immer man das macht. Ja, da wüsste ich gar nicht, wie das unter dieser Hochleistung-Spannung überhaupt funktionieren könnte. Also keine Ahnung.

Ralf: Nee, ist also Open-Water-Schwimmer ist eine coole Geschichte, finde ich. Finde ich ja hochspannend und auch ich. empfinde es als sehr schönes Schwimmen, weil die natürlich unglaublich effizient schwimmen müssen und eher reduziert schwimmen. Nicht so sehr aktiv und spritzen wie jetzt im Wasser und da gibt’s richtig richtig geile Typen. 

Hab mich eine Zeit lang mal damit beschäftigt mit, ich glaub das nannte sich ‚Immersive Swimming‘ von einem Typen, der schon zweimal um Manhattan rum geschwommen ist. Im durchaus sehr betagten Alter, der eben auch so einen mega minimalistischen Schwimm-Stil entwickelt hat, der dann eben kaum noch Kraft kostet, der dir relativ viel Zeit lässt zu atmen. Eine ganz spannende, ganz interessante Sache.

Andreas: Also ich bin ja davon fest überzeugt, dass er schneller um Manhattan herum geschwommen ist, als du im Auto da durchkommst.

Ralf: Das könnte natürlich durchaus sein, bei mir sowieso. Ich würde mich wahrscheinlich dreimal Verfahren und eh schon verloren haben. Ja cool. Ich weiß jetzt nicht, wie viel von unseren Zuschauern/Zuhörern hier Leistungssportler sind und irgendwann mal drüber nachdenken, die Karriere zu beenden. Gibt es denn, aus deiner Erfahrung heraus bestimmte Jobs, die sich für Sportler besonders gut eignen?

Andreas: Ach, das war mir bisher immer zu pauschal. Wir haben ja auch ein ganz unterschiedliches System, gerade in diesem Bereich ‚Berufe nach der Karriere‘ oder ‚Beruf nach der sportlichen Karriere‘. Das ist ja mit Bundeswehr-Förderung und Polizei-Förderung und was es da noch alles alles gibt. Es gibt auch ganz unterschiedliche Bereiche, wo die dann hinein können. 

Die wenigsten, sage ich immer, gehen in den Job wieder zurück, den sie irgendwie gelernt haben. Ausbildungstechnisch. Man merkt das natürlich dann, wenn man auch die Presse verfolgt oder im Fernsehen bei irgendwelchen Großereignissen da ist. Sehr viele werden dann halt als TV-Experte vermittelt, wo sie dann auftauchen oder im Fernsehen grundsätzlich da sind. Oder als Moderator für irgendwelche Veranstaltungen oder als Moderator im Fernsehen. 

Manche gehen auch in die in den Bereich, dass sie Coach werden, dass sie in ihrem Sport aber auch bleiben. Und das, was wir tun, ist eigentlich genau das herauszufiltern: Ja, wo soll die Reise dann eigentlich hingehen? Es ist ja in Anführungsstrichen in dem Falle egal, wohin ein Sportler möchte. Wir legen mit ihm mehr oder weniger den Fahrplan fest. Damit er eine Landkarte für sich hat, wo es hingehen kann.

Ralf: Okay. Ja, dann bin ich noch über eine Geschichte gestolpert bei dir auf deiner Homepage. Was ist die LMS Toolbox?

Andreas: Ja, wir haben einen vor ein paar Jahren eine Marke gegründet, das heißt ‚Leadership Meets Sport‘, wo wir gesagt haben, wir verbinden diese beiden Welten miteinander. Und dazu gibt es dann halt ein Seminar. Das ist ein zweitägiges Seminar, wo ein Sportler auch mit dabei ist. 

Und wir gucken auf unterschiedlichste Sachen, wie man Veränderungsprozesse in Unternehmen durchführt, wie man Mitarbeiter führt, wie man Mitarbeiter steuert, wie man Ziele erreicht, wie man hybride Führung macht, wie man die Kreativität von Teams steigert. 

Und dazu gibt es dann diese sogenannte LMS Toolbox. Und die Toolbox ist, muss man sich jetzt vorstellen, wie ein Werkzeugkoffer. Und innerhalb von diesem Koffer gibt es ganz viele Landkarten, ganz viele Methoden, ganz viele Vorgehensweisen, ganz viele Hilfestellungen, ganz viele Analyse-Tools, wie man dann ja für den einen oder anderen Fall in seinem Team, in seinem Unternehmen mit gewissen Situationen umgehen kann.

Ralf: Hmm, okay.

Andreas: Also es gibt noch immer ein ganz kleines Beispiel am Ende, was in Veränderungsprozessen sehr, sehr häufig da ist, dass das die wenigsten daran denken, erst mal den Härtegrad dieser Veränderung für das Team oder für das Unternehmen ein Stück weit zu berechnen. Und wir geben dann halt in diesem Seminar Unterstützung sozusagen. 

Anhand gewisser Parameter kann man diesen Härtegrad auch dann bestimmen und berechnen und dann weiß ich eigentlich, wie hart trifft es mich denn dann überhaupt als Unternehmen? Und daraufhin kann ich dann ableiten: Wie viel Veränderungsprozess muss ich denn jetzt eigentlich machen? Muss ich ganz viel interagieren? Oder reicht dann vielleicht auch, dass es gar nicht so eine große Tragweite hat?

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Ralf: Okay, ja, spannend. Wir sind auch schon wieder eine ganze Zeit lang drin. Marschieren schon hier fleißig auf die 30 Minuten zu. Wir hatten ja einen Micro-Vorgespräch und du hast mir da gesagt, du hast eh zu allem eine Meinung. Ja, wahnsinnig cool, weil ich eben auch zu allem eine Meinung habe. Ich weiß es meistens sogar besser als die anderen, aber das ist nebensächlich. Andreas, zu was hast du denn noch eine Meinung? Und würdest du hier gerne loswerden?

Andreas: Oh Gott, jetzt erwischt du mich am falschen Fuß . Über so was habe ich noch nicht nachgedacht. Ich ich glaube, das kommt aus dem Grundgedanken her. Ich finde Menschen, die eine Meinung haben und die Meinung auch vertreten, einfach spannend. Das hat gar nichts damit zu tun, ob man jetzt irgendeinem nach dem Mund redet oder nicht. Aber ich finde, dass das viel zu wenige Menschen gibt, die irgendwie ihre Meinung auch kundtun wollen und oder eine Meinung überhaupt haben. 

Sagen wir mal so: Diese Egal-Mentalität, das ist eher das, was mich so ein Stück weit nervt. Und ich finde jeder sollte eine Meinung haben und die soll er auch in der Schule vertreten und es gibt auch Situationen oder so: Lohnt sich das überhaupt, dass ich meine Meinung da platt trete? Und wie ändert das überhaupt noch etwas?

Andreas: Ja, glaube ich kann ich verstehen und nachvollziehen, was du damit sagen möchtest. Weil manchmal lohnt sich wirklich nicht seine Meinung zu vertreten, weil man das Gefühl hat, der andere wird es eh nicht verstehen.

Ralf: Ja, wobei ich glaube, das hat auch einfach was mit Pragmatismus zu tun. Ich weiß gar nicht, wie alt ich da war, aber ich habe mal eine Führungskraft gehabt, der hat mir dann mal in einem Vier-Augen-Gespräch gesagt: Andreas, wenn ich dir so in die Augen schaue, dann in dem Meeting, dann weiß ich nicht, was du denkst. 

Wie gesagt, gut, es ist immer relativ simpel. Ich überlege höchstwahrscheinlich in diesem Moment lohnt sich der Kampf. Ja und dann ist es wahrscheinlich das. Also, lohnt sich das, da jetzt ein Fass aufzumachen? Lohnt sich der Kampf? Lohnt sich die Argumentation? Oder muss ich jetzt nicht haben. Aber vielleicht auch hinten anstelle.

Ralf: Ja, ist vielleicht auch was, was man aus dem Sport übernehmen kann. Also kenne ich von meinen Wettkämpfen zum einen Mal. Manchmal kann man auch vorher schon erkennen, dass man dieses Mal nicht gewinnen wird und kann sich dann unter Umständen seine Kräfte auch für den nächsten Kampf oder den nächsten Wettbewerb oder den nächsten Gegner sparen. Also auch das kann durchaus ja mal sinnvoll sein, sich nicht für eine völlig aussichtslose Sache komplett zu verausgaben.

Andreas: Ja deswegen. Es gibt ja so schöne Beispiele. Ich finde es ja auch beim Schach so faszinierend.Es gibt da so eine spannende Frage im Schach-Bereich: Wie viele Züge eigentlich die Großmeister im Voraus denken. Und dann entstehen ja auch solche Situationen, dass du sagst: Naja, den einen opfere ich jetzt, weil ich eigentlich schon 6 Züge weiter bin und mir dadurch mehr oder weniger was erhoffe. 

Und das im Fußball würde man sagen, dass ist die Taktik und stimmt auch. Wobei der Großmeister auch an der Stelle sagt: Ich muss immer nur so viele Züge im Voraus denken, dass ich mein Gegenüber mit einem drüber geschlagen habe.

Ralf: Ja, einer drüber hinaus reicht ja, richtig. Das stimmt ja, das ist tatsächlich auch in Wettbewerben so. Wenn du eine Chance hast zu gewinnen, macht nicht zwingend immer Sinn von Anfang an zu führen und vorneweg zu gehen und sich auszubrennen. Eigentlich ist der zweite Platz bis kurz vorm Ziel der schönere Platz. Ja und in der Zeit kann man dann versuchen, den anderen psychologisch auch ein bisschen zu zermürben.

Andreas: Also ich finde, es hat ja auch was mit Kräfteverteilung zu tun und das merkt man ja im Sport sehr genau. Deswegen finde ich die olympischen Athleten und Athletinnen ja wirklich sehr bewundernswert, weil die ja vier Jahre auf dieses Ziel hinarbeiten. Und dazwischen haben die ja mal ein bisschen Weltmeisterschaft und ein bisschen Europameisterschaft und so weiter. 

Und die müssen ja immer zu gewissen Zeitpunkten einfach wahnsinnige Höchstleistungen bringen. Und dass sie sich das so einteilen genau zu dem Zeitpunkt die Leistung abrufen zu können. Und das ist auch das, was ich sage: Lohnt sich der Kampf jetzt? Also muss ich mein Pulver verschießen. Muss ich hier jetzt die Topleistungen bringen, obwohl es vielleicht gar nicht von Nöten ist?

Ralf: Hmm, also das ist was, was für mich auch unglaublich faszinierend ist. Ich habe ja so eine gewisse Affinität, ohne dass ich selber jemals wirklich intensiv gemacht hätte, für Kraftsport. Und wenn ich mir dann anschaue, die Gewichtheber oder Gewichtheberinnen, die wirklich 100 Prozent Leistung bringen müssen an einem Tag in paar Sekundenbruchteilen, wo gar nichts schiefgehen kann in dem Moment, weil das wirklich der Unterschied nachher ist zwischen ersten und zehnten Platz.

Andreas: Ja, absolut. Irgendwie, wie du beschreibst: Es gibt diesen einen Moment. Ja und auf den musst du hinarbeiten. Also, weil du auch von Wiederholungen vorhin gesprochen hast. Nimm malauch die Läufer und 100-Meter-Läufer. Natürlich starten die auch immer in unterschiedlichen Disziplinen, aber nichtsdestotrotz, die laufen dann in der Regel 10 Sekunden und darauf arbeiten die ganze Zeit hin. Also eigentlich müsste man völlig verrückt sein, also für 10 Sekunden so einen Aufwand zu betreiben.

Ralf: Ja, im Prinzip ja. Also 100-Meter-Lauf ist wirklich auch so ein völlig verrücktes Phänomen. Ist ja offiziell eine der spannendsten Disziplinen bei so einer Olympiade und wirklich, jetzt die Vorläufe mal außen vorgelassen. Aber in 10 Sekunden ist dieser ganze Spaß durch.

Andreas: Ist mir so noch nie so bewusst gewesen, aber ich, ich weiß nicht, wenn man davon spricht der schnellste Mensch der Welt. Dann wird es immer gleichgesetzt mit dem 100-Meter-Lauf. Also auch bei 200 Metern oder 400 Metern zählt das ja auch. Nur das du noch weiter läufst. Aber vielleicht hat es dann nur mit diesen 100 Metern zu tun.

Ralf: Ich glaube, es ist ja die kürzeste offiziell die Strecke, die es gibt. Also ich weiß das bei den Football-Tests, da haben die 30 Meter Strecke sogar noch mit drin, weil die für die teilweise noch entscheidender ist als die 100 Meter. Also die laufen in ihren Vorausscheidung relativ oft auch auf 30 Meter nur. 

Die haben also nur diese ganz kurzen Sprints, die dann im Endeffekt fast noch brutaler sind als die hundert Meter. Das witzige ist ja auch selbst ein 100 Meter Sprinter mit seinen 10 Sekunden, der ist nachher annähernd vergleichbar fertig wie jemand, der meinetwegen ein  fünf-Kilometer-Lauf macht.

Andreas: Ja, absolut. Und das, das ist ja genau der Punkt, weil du gesagt hast, diese Strategien. Welche Strategien gibt es? Und das ist ja auch dieser Punkt zu überlegen: Auf was arbeite ich denn überhaupt hin? Weil genau so muss ich dann auch trainieren. Also mit so viel Ausdauer oder so etwas. 

Da komme ich halt beim Marathon dann super mit klar, aber es bringt mir nichts, wenn ich so viel Ausdauer wahrscheinlich im 100-Meter-Lauf mache, dass ich sag: Mensch, wenn die Stunde 2 anläuft, dann bring ich noch Hochleistung. Da sind schon alle aus dem Stadion.

Ralf: Genau das ist logisch. Sind auch völlig andere Trainings Anforderungen. Also das ist auch was, ein 100-Meter-Läufer läuft die meiste Zeit nicht mal 100 Meter. Und ja, also Trainingstechnisch der macht Starts, der läuft mal 30 Meter, mal 50 Meter. Das ist relativ selten, dass der Mann 100 Meter wirklich durchzieht. 

Braucht er auch nicht, der muss eben auf den Punkt fit sein und da muss er die 100 schaffen. Dafür muss er aber nie in seinem Leben normalerweise 10 km regelmäßig rennen, weil es einfach eine völlig andere Anforderung ist.

Andreas: Wahrscheinlich macht er das aus Spaß. Ich weiß es nicht.

Ralf: Das könnte sein, ab und zu mal zur Gaudi ein bisschen was anderes zu machen, wenn er mal aus dem Stadion raus darf.

Andreas: Genau. Oder das Taxi schon weg ist. Man weiß es nicht.

Ralf: Ja, cool. Du, wir sind so bei locker plaudern mal schnell bei 35 Minuten jetzt dann. Andreas. Geb doch entweder noch noch ein wunderschönes Thema, dann lasse ich mich auch noch überreden. Ansonsten ein ganz cooles Schluss-Statement oder Schlusswort für die Zuhörer.

Andreas: Dann möchte ich noch zwei Punkte aufgreifen. Das eine, weil mir das so am Herzen liegt. Eines, dass ich mich natürlich sehr freuen würde, wenn möglichst viele das Buch ‚Think Gold‘ tatsächlich kaufen. Aber nicht, weil dann meine Taschen gefüllt sind, sondern, ich muss überlegen, ich habe insgesamt 5 Bücher geschrieben und der Erlös aller Bücher wird immer gespendet. Und bei ‚Think Gold‘ ist es auch so. 

Und der Erlös geht an die Deutsche Sporthilfe. Das ist die größte Athleten-Förderung seit 1950 glaube ich, die sich für die einsetzt. Deswegen würde ich mich natürlich sehr freuen, wenn da möglichst viele das Buch kaufen.

 Und das zweite ist, wenn ich darauf gucke, auf Veränderung. Wir sind aber momentan bei einer wahnsinnigen Veränderung. Dann ist mein Motto, dass ich sage: Es geht um kapieren und nicht um Kopieren. Also es muss im Kopf sein und nicht, dass ich gucke, wie machen es andere? Dann kann ich es genauso machen.

Ralf: Cool. Lass mich das noch mal bitte kurz aufgreifen, weil das ist so unglaublich, dass ich mir nicht mal sicher bin, ob ich es richtig verstanden habe. Das heißt, du schreibst ein Buch und alles was quasi an diesem Buch verdient wird, geht an die Deutsche Sporthilfe.

Andreas: An diesem Buch ‚Think Gold‘ ja tatsächlich. Wir hatten ja schon unterschiedliche, also ich muss gut überlegen. Das erste Buch, was ich gemacht habe, ist an eine Stiftung gegangen, die sich um Integration und Inklusion von Kindern und Behinderten kümmert. Das eine ist schon mal an einen Kindergarten gegangen. Und dieses Buch ‚Think Gold‘, da geht der Erlös halt an die Deutsche Sporthilfe und kommt somit insgesamt glaube ich über 4000 Athleten in Deutschland zugute. 

Vielleicht mit der Erklärung noch mal, damit es auch mal vielleicht so viele verstehen. Man denkt ja immer, die würden immer so wahnsinnig viel Geld verdienen. Aber es gibt tatsächlich zwei unterschiedliche Systeme in Deutschland und das eine ist Profisport und das andere ist Leistungssport. Und ganz viele sind halt im Leistungssport verhaftet. Das heißt, sie gehen ganz normal zur Arbeit und trainieren dann noch mal zusätzlich sechs Stunden täglich, egal in was für einer Sportart das ist.

Ralf: Also weiß ich es genau so. Es gibt genügend Sportler, die auch auf Olympia-Niveau arbeiten. Definitiv. Die einem ganz normalen Job nachgehen müssen, um ihren Sport überhaupt zu finanzieren. Also das ist nicht so, dass die Geld für ihren Sport kriegen, obwohl sie auf höchster Leistung arbeiten. Die müssen Geld mitbringen, dass sie ihren Sport überhaupt machen können. 

Es gibt ein paar ganz wenige Sportarten in Deutschland, von denen man leben kann und von denen können ein paar wenige leben. Die Masse an Sportlern bewegt sich außerhalb vom Fußball und bringt da irrsinnige Leistungen, die sich nicht verstecken müssen. Und leider ist das nicht annähernd so, dass die davon leben können. 

Insofern finde ich das Konzept von dir hammer geil und wir werden das auch auf jeden Fall verlinken in die Shownotes, weil das ist eine Geschichte, die unterstütze ich mehr als gerne. Wenn jemand was kreiert, wo Doppelnutzen da ist. Da ist nämlich derjenige, der es liest, der kann was lernen. 

Und gleichzeitig kommt es Leuten zugute, die sich am Ende auch natürlich für alle, die von diesem Konzept Deutschland was halten, sich für Deutschland präsentieren und Sport machen und sich engagieren. Und letztlich ganz viele, ja auch dann nachher Jugendliche, wieder weiter ausbilden, in den Sport reinbringen. Also hammer Geschichte muss ich sagen, flasht mich jetzt so ein bisschen.

Andreas: Vielen Dank. Ja, ist tatsächlich so.

Ralf: Wie gesagt so unglaublich, dass man es fast nicht glauben kann. Also Leute, mein Schlusswort: Holt euch das Buch, ich werde es tun. Mache ich auf jeden Fall, weil ja, doppelter Nutzen.

Andreas: Würde mich sehr freuen.

Ralf: Ganz klar. Ehrensache. Andreas, dann sag ich ganz, ganz herzlichen Dank. Und find’s toll, dass du hier bei mir im Podcast etwas mehr, so mehr oder weniger Rede und Antwort gestanden hast. Außer ein paar Sachen von dir rausgelassen hast, wie man an Dinge herangehen kann und was dahinter steckt und hofft, dass die Zuhörer was daraus rausziehen können. Und sei es nur dein Buch, dann.

Andreas: Dann ist zumindest schon mal sehr viel geholfen wird, ist mir eine Freude gewesen, da zu sein.

Ralf: Gerne. Und vielleicht hören wir uns ja in dem Rahmen auch mal wieder. Bis dann Andreas.

Andreas: Ciao, ciao, Ralf.

Das war der Anti-Aging Podcast für Kopf und Körper. Wenn es dir gefallen hat, abonniere jetzt und hinterlasse einen Kommentar. 

Alle weiteren Infos zur Folge findest du in den Shownotes. 

Ralf Gabler erreichst du unter ralfgabler.de. Er freut sich, von dir zu hören. Bis zum nächsten Mal.

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