Ralf Gabler – Schmerztherapie & Hypnosecoaching

50plus Podcast | Fitness-Tracker | Daniel Hänle | #3

Daniel

Die große Welt der Fitness-Tracker

Fitnesstracker sind ein Gadget, was viele schon kennengelernt und ausprobiert haben. Es gibt beim Kauf und der Nutzung aber so einiges zu beachten, wenn die Trackerhinweise auf Bewegung, Kalorienverbrauch, Regeneration etc. Sinn machen sollen.

Im Interview erklärt der Fitnesstracker Experte Daniel Hänle, welcher Tracker für welchen Zweck taugt und wie man den größten Nutzen aus so einem Tracker zieht.

Zu den im Podcast erwähnten Facebook-Experten Gruppen geht es hier:
Fitness Tracker
Oura Ring – The Science of Sleep, Health-Tracking and Recovery (english)
Wearables for Human Performance Tuning and Analysis (english)

Für alle „Nichthörenwoller“ habe ich ein Transcript erstellt:

Podcast Transcript:

Du bist nie zu alt um jung zu sein. Der 50 plus und drunter Podcast. Genieße dein Mittelalter stark, glücklich und gesund. Mit Ralf Gabler.

Ralf: Hallo. Herzlich willkommen hier beim 50 plus Podcast. Ich bin Ralf Gabler und wir haben heute wieder ein spannendes Thema aus meiner Sicht. Es geht um Fitness-Tracker oder Tracker überhaupt, also Körper-Datenerfassungs-Geräte. 

Und ich habe da einen absoluten Spezialisten heute hier bei mir, den Daniel Hänle, der nicht nur gut Bescheid weiß über Tracker und Ähnliches. Der auch noch einer der besten deutschen Senioren-Volleyball-Spieler ist. Da geht es aber heute nicht drum. Hallo Daniel, schön dich hier im Podcast zu haben.

Daniel: Hallo Ralf, es ist mir eine Ehre. Freut mich, hier zu sein.

Ralf: Ja, sehr, sehr gerne. Wir haben uns ja über das Internet kennengelernt und ich war da massivst beeindruckt, als ich selber auf der Suche war. Was kannst du machen? Was gibt es für Messgeräte? Ich bin so ein bisschen auch ein Daten-Freak und immer dran irgendwie Leistung zu tun, zu checken und zu optimieren und möglichst objektiv zu erfassen. 

Ich glaube es gibt nur ganz wenige von diesen Mess-Teilchen, die ich nicht hatte. Von Stright über Run Skrype, die Garmins etc. pp. Aber es soll ja nicht um das gehen, was ich getan habe, sondern um das, was du zum Glück alles weißt. Erzähl uns doch mal, was gibt es für Tracker, was bieten die für Möglichkeiten und was macht Sinn, was macht keinen Sinn?

Daniel: Okay, vielleicht erzähle ich mal, wie ich selbst zu diesem Thema kam. Das war vor vielen Jahren, da hatte ich überhaupt nicht die geringste Ahnung, was ein Tracker überhaupt ist. Und irgendwann mal habe ich festgestellt, dass ich an Tagen, wo ich mich gleich fit fühle, unterschiedlich gut im Training performt, wie man so schön sagt, habe. Und wusste nicht, woher kommt das? 

Und habe dann beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen, mich einzulesen in Physiologie und mir dann auch ein Fitness-Tracker zuzulegen, ohne überhaupt zu wissen, was man damit überhaupt machen kann. Ich habe einfach angenommen, der wird mir irgendwas sagen. Bin in so ein Facebook Forum, habe mich so ein bisschen umgehört, habe mir ein Gerät von Garmin gekauft und habe dann angefangen mich damit zu beschäftigen. Hab zum Glück die richtigen Leute kennengelernt und habe da einiges gelernt. 

Dann habe ich mir irgendwann das zweite Gerät gekauft, dann das dritte und habe angefangen immer mehr Informationen rein zu saugen. Es gibt ja gar nicht so viel. Man muss da wirklich sehr aktiv selber gucken und White Papers lesen und in zig Foren sein und sich wirklich sehr intensiv damit beschäftigen, um diese vielen Informationsbröckchen aufzuschnappen. 

Ja, und dann habe ich selber angefangen, an mir selbst zu experimentieren, was man da überhaupt alles messen kann und wie man seine eigene Performance überwachen kann, aber auch seine eigene Gesundheit. Dann habe ich selber mehrere Foren gegründet, eine, zum Beispiel, deutschsprachige über traditionelle Fitness-Tracker. 

Dann habe ich eine über Schlaf-Analyse mithilfe des Trackes Aura Ring. Da geht es auch um Sleep Science und ich habe auch eine gehobene Gruppe mit anderen zusammen, wo es dann wirklich ans Eingemachte geht. Da geht es dann zum Beispiel um solche Themen wie Schlaf, Erholung. Wie kann ich sehen, ob ich welchen Einfluss gewisse Dinge auf meinen Schlaf haben, auf meine Erholung haben?

Ralf: Die Facebookgruppen, ganz kurz als Einwurf, werden wir selbstverständlich in den Shownotes verlinken, dass alle, die weitergehend auch Interesse haben, Fragen haben etc. sich natürlich auch an die Gruppen melden oder an die Gruppen wenden können. Aber sorry, ich habe dich unterbrochen bei deiner Aufzählung, Daniel.

Daniel: Kein Problem. Man sieht schon an den Gruppen, dass es unterschiedliche Zielgruppen gibt von Fitness-Tracker-Usern. Wir haben da so Leute, die sich so gut wie gar nicht bewegen, sogenannte Sedentary People, wie es immer in den Studien heißt. Und eigentlich nur eine Motivation bekommen möchten, dass sie sich bewegen und auch Informationen, wie aktiv sie waren und ob sie aktiv waren. 

Dann haben wir so den normalen, ich sage mal Gelegenheits-Sport-Tracker, der ab und zu mal ins Fitnessstudio geht oder mal eine Radtour macht oder auch mal joggen geht, einmal in der Woche und einfach auch seinen Lauf erfassen möchte mit GPS. Also sprich mit diesen Strecken-Informationen, die man nachher auch schön im Facebook oder sonst irgendwo auf Social Media posten kann und sagen kann: Guckt mal, Leute, ich war aktiv. 

Was übrigens eine sehr gute Sache ist, weil es eben fremde Leute auch motiviert, etwas zu tun. Und dieses Herumspielen mit Technologie bringt da tatsächlich dann einen Mehrwert, weil andere sehen das und dann liken die das. Und die, die dann joggen waren, die freuen sich, dass die Leute das geliked haben und joggen dann vielleicht eher noch mal. 

Dann haben wir noch fortgeschrittene User, die Athleten sind und als primären Zweck eines Tracker die Optimierung ihrer sportlichen Fähigkeiten haben. Zu denen gehöre auch eher ich. Das heißt, die gucken wirklich, was sind meine Daten? Wie ist mein Ruhepuls morgens? Wie ist meine Erholung? Wie intensiv hat sich mein Training gestern, welches sehr intensiv war, auf mein Schlaf ausgewirkt? 

Habe ich mich verbessert beim Laufen? Ist mein Puls bei anstrengenden Trainings gesunken, durch mein Training oder nicht. Solche Dinge. Und da kann man natürlich dann bis ins Extrem gehen und spezialisierte Geräte besprechen, die für Läufer speziell sind oder für Radfahrer, die mit einem Watt-Meter durch die Gegend fahren. 

Und dann haben wir noch eine Klasse von Geräten, die in der letzten Zeit viel mehr in die Öffentlichkeit geraten, sogenannte Health-Tracker oder Sleep-Tracker. Das sind Geräte, die weniger für den Sportler sind, sondern eher nachts einfach messen wie der Schlaf-Verlauf war, ob die Person sich erholt hat. Diese Geräte zeigen morgens dann auch an, wie erholt man ist. Oft auf einer Skala von 0 bis 100. 

Und man erhält dadurch Informationen, wie sich zum Beispiel ein zu spätes Essen am Vorabend ausgewirkt hat auf die Qualität des Schlafes. Man erhält zum Beispiel auch die Informationen, wie der Ruhepuls um 5 bis 10 Schläge gestiegen ist pro Nacht. Nur weil ich der Meinung war, ich muss jetzt noch um 22 Uhr zwei Gläser Wein trinken oder in meinem Fall Whiskey. 

Das ist tatsächlich so, das ist wirklich sehr beeindruckend, wenn man das tut. Man sieht das sofort, ganz klar, wie die Auswirkungen sind. Und das ist sehr interessant. Und viele Leute haben auch durch solche Geräte eben ihren Schlaf verbessern können und ihre Erholung und wachen mit mehr Energie auf.

Ralf: Also kann ich von mir aus nur bestätigen. Ich hatte das so auch nicht ganz geglaubt. Und habe ja dann von dir auch eine Empfehlung bekommen, was vielleicht mal Sinn macht zu testen und zu tracken und zu checken. Und muss sagen, dass ich so an mancher Stelle dann doch so ein bisschen erstaunt war, wie sich der Lebensstil und die Abendgestaltung auf den nächtlichen Schlaf und auf die Erholung und andere Dinge auswirken. Also das ist schon beeindruckend, wenn man es dann so sehen kann.

Daniel: Absolut. Und man überlegt sich halt wirklich dann beim nächsten Mal, soll ich wirklich noch ein Glas trinken oder war das jetzt okay nach einem Glas? Oder soll ich wirklich um 22 Uhr anfangen mit dem Doppel-Whopper-Menü mit Käse? Oder soll ich vielleicht um 19 Uhr essen und auch nur bis ich satt bin? Das macht sich wirklich bemerkbar in Daten, im Ruhepuls, in morgendlicher Recovery usw. 

Ja, man sieht also hier die Unterschiede zwischen den Geräten und ich denke, daraus wird auch ersichtlich, dass man nicht sagen kann, es gibt den Tracker oder den besten Tracker. Oder wenn mich jemand fragt: Daniel, was soll ich denn für einen Tracker kaufen? Ich möchte mir was kaufen. 

Da frage ich immer: Was ist denn dein Ziel überhaupt? Möchtest du einen Marathon laufen in sechs Monaten? Oder möchtest du nur gucken, dass du dich überhaupt bewegst? Und möchtest du auf Social Media posten? Möchtest du da mit schwimmen, tauchen oder einfach nur als Lifestyle-Gadget benutzen? 

Man ist überrascht, wie hoch der Prozentsatz ist von Menschen, die einen Tracker kaufen, weil man einen Tracker hat. Und wenn ich diese Leute frage: Warum hast du einen? Was ist dein Ziel? Dann können Sie diese Frage oft gar nicht beantworten. Ja. Ich will halt tracken. Das sage ich: Was denn? Ja, alles. So meine Aktivitäten, mein Fahrradfahren. Zu welchem Zweck denn? Was versprichst du dir davon? 

Und dann merkt man sehr oft, dass die eigentlich gar kein Ziel haben, sondern so ein bisschen so einem Hype folgen. Und deshalb gibt es auch sehr, sehr viele Fit-Bits, zum Beispiel. Weil die einfach in diesem Segment ihren Platz gefunden haben. Gelegenheits-Sportler, die auch mal tracken, während zum Beispiel gehobene Athleten gerne mal zu Garmin greifen.

Ralf: Ja, also das habe ich für mich auch gemerkt. Es gibt ja das schrägste Zeug auf dem Markt. Manche, die angeblich beim Krafttraining dann die einzelnen Übungen erfassen. Was manche sogar tatsächlich so einigermaßen hinkriegen. Aber irgendwie ist doch. Ja, ich habe immer das Gefühl, die versprechen, sind etwas vollmundiger als das, was nachher tatsächlich am Ende hinten dabei rauskommt.

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Daniel: Die Versprechen sind ehrlich gesagt riesig. Also es findet im Augenblick ein Wettrüsten statt zwischen den Herstellern, die versuchen, auf Teufel komm raus Features einzubauen, die oft gar kein Mensch braucht. Oder wenn man diese Features hinterfragt, können die funktionieren? Auf Basis welcher Wissenschaft sollen die denn angeblich funktionieren? Dann ist da relativ viel oder da ist die Luft relativ dünn. 

Ich nenne mal ein Beispiel: Es gibt von Garmin etwas, das nennt sich Body Battery, das behauptet, es kann deinen Energy Pegel über den Tag, 24 Stunden am Tag, überwachen und irgendwann bis zu 100 % aufgefüllt. Und manchmal bist du nur 10 % aufgefüllt, zum Beispiel nach einem harten Tag oder nach sportlichen Aktivitäten. Dabei, der Füllstand von Energy, das gibt es gar nicht in der Sportwissenschaft. Das ist gar nicht messbar. 

Ja, man kann zum Beispiel Stress messen, aber man kann nicht einen Füllstand messen. Und was würde denn zum Beispiel passieren, wenn ich bei null bin, fall ich dann tot um? Was ist 100 %? Ist das 100 % in meinem normalen Leben oder ist 100 %, wenn ich auf die Malediven fliege, zwei Wochen lang am Strand liege und nur lese, dann habe ich 100 %. Und was ist, wenn ich noch fitter werde? Habe ich dann 101 %? 

Also das sieht man, das ist alles sehr, sehr seltsam. Und da finden jetzt die seltsamsten Features ihren Weg. Zum Beispiel hier so Hill Splitter, da geht man joggen und dann zeigt er einem an, wie viel Zeit man auf irgendwelchen Hügeln verbracht hat. Bergab, bergauf. Und so weiter. Ist ja schön, aber wer braucht sowas wirklich? 

Ja, und es wäre eigentlich viel sinnvoller, wenn diese Geräte dazu hingehen würden und diese Daten, die einigermaßen solide sind und wichtig sind, aufzubereiten und dem User Ratschläge zu geben. Und dafür gibt es tatsächlich Geräte, die immer mehr in diese Richtung gehen, die ein gewisses Maß an Intelligenz haben. Zum Beispiel wenn ich jetzt diesen Aura Ring nehme, eines meiner Lieblingsgeräte. Die Engländer würden sagen Aura Ring. 

Das ist ein Ring, den tut man tatsächlich wie einen ganz normalen Ring um seinen Finger, schläft damit und der gibt einem dann tatsächlich Informationen, wann er die beste Schlafqualität gemessen hat über eine lange Zeit und sagt dann: Du bist wahrscheinlich vom Typ, keine Ahnung Lerche. Und du solltest demnach dann und dann ins Bett gehen, weil da habe ich festgestellt, dass du da am besten und am längsten und am tiefsten schläfst. Das wäre jetzt ein Beispiel von einer Empfehlung, die von einem Gerät ausgesprochen wird. 

Oder manche erfassen zum Beispiel auch Alkohol. Die können das natürlich nicht messen. Aber am nächsten Morgen fragen die dich: Hast du Alkohol getrunken? Wie viel? Und dann stellen die fest: Guck mal, immer wenn du Alkohol getrunken hast, hast du im Durchschnitt einen schlechteren Schlaf gehabt. Und warnen dich zum Beispiel. 

Und diese Intelligenz ist etwas, was ich mir mehr wünschen würde, denn Daten sind tatsächlich da. Aber meiner Meinung nach werden sie nicht genug aufbereitet für Benutzer. Der neueste Hype ist CO2. Das bedeutet Sauerstoffsättigung im Blut, was eigentlich eher ein medizinischer Wert. Da kriegt man dann als User einen Wert angezeigt. Ich sag mal 94 %. Und dann? Was mache ich mit dieser Information? Ist das gut? Ist das schlecht? Macht das Sinn in diesem Augenblick? Wie sollte es sein? Auf was hat das überhaupt Einfluss? Und da findet man keine Information. Man kriegt einfach nur diese 94 %.

Ralf: Das ist das, was ich für mich auch gemerkt habe. Ich habe ja ganz am Anfang schon gesagt, ich hatte ja mal den Stright was ein ein Watt-Messer ist fürs Laufen. Also das Ding fand ich noch relativ spannend. Da konnte ich auch beobachten, dass eben der Herzschlag oder die Herzfrequenz der eigentlichen Belastung doch so zwischen einer halben Minute und einer Minute fast hinterherhinkt. Wo dann also die Zeit, die der Herzschlag braucht, sich an eine gestiegene Belastung zu adaptieren. 

Also das fand ich noch ein ganz, ganz nettes Feature. Ich hatte aber auch ein anderes Ding, eine Zeit lang ein, das nannte sich Run Strike. Und das hat angeblich, zum Teil hat es das sicherlich wirklich gemacht hochpräzise gemessen, wie du mit dem Fuß aufsetzt und wo du mehr eine Tendenz zu innen, zu außen, zu sonst was hast. Das Problem ist nur, du hast dann nachher zwar die Daten, toll, aber bitte was soll ich damit machen.

Daniel: Genau. Wie trainiere ich vorne aufzusetzen? Und muss ich überhaupt vorne aufsetzen? Ist das dann besser, wenn ich vorne aufsetze? Die Wissenschaft sagt nämlich: Nicht unbedingt. Also kommt drauf an, aber es war ein sehr gutes Beispiel. Auf jeden Fall. 

Du hattest da vorher was angesprochen, und zwar diesen Puls. Und das ist auch eine Eigenschaft, wo man Qualitätsunterschiede zwischen Geräten sehr gut erkennen kann. Unter den Uhren sind so kleine leuchtende Lämpchen, LED-Lämpchen oder Infrarot-Lämpchen auch für gewisse Zwecke und die messen den Puls. Die schicken da so kleine Lichtstrahlen durch die Haut und gucken, ob diese Lichtstrahlen von irgendwelchen Blutgefäßen, die sich gerade dabei sind, auszudehnen, im Rhythmus des Herzschlags reflektiert werden. 

Das bedeutet, die schicken da ihre Lichtchen rein und kriegen einen reflektierten Lichtstrahl zurück und daraus erkennen sie den Puls. Und das ist eine Technologie, die relativ wackelig ist und noch ein bisschen Schwierigkeiten hat, den Puls genau zu erkennen. Für den Gelegenheits-Jogger dürfte es bei besseren Geräten reichen. Während Leute, die zum Beispiel Intervalle laufen, also schnell beschleunigen, wieder runter bremsen. Oder Leute wie ich, die eine ganz andere Sportart machen, zum Beispiel Ballsportarten, wo man sehr viel Puls rauf und runter hat. 

Also Volleyball besteht zum Beispiel aus sehr hohem Puls, aber kurz. Und dann wieder Stopp bis zum nächsten Ballwechsel. Fußball ist ähnlich, Basketball ist ähnlich. Und so weiter. Und da hinken dann diese Tracker mit ihren optischen Sensoren der Realität tatsächlich deutlich hinterher. Und je schlechter das Gerät, desto mehr schaffte ich es gar nicht, der Realität nachzurennen und erreiche dann gar nicht diese Pulsspitzen. 

Also angenommen, ich nehme jetzt einen billigen Tracker. Nehmen wir mal an irgend so ein Asia-Gerät für 40 €, von denen es Tausende gibt und damit würde ich jetzt zum Beispiel Volleyball spielen, dann würde er mir nur Müll anzeigen, weil er nie den wirklichen Peak von diesen Puls erfassen würde. Der kommt einfach nicht hinterher. 

Und währenddessen zum Beispiel solche Geräte wie die Apple Watch, die allerdings auch das 10 bis 15 fache kostet, dann tatsächlich sehr nahe an der Qualität eines Brustgurtes dran ist. Und auch wirklich fast dasselbe Ergebnis vom Puls misst. Und zwar auch sehr, sehr schnell. Also hier gibt es riesige Qualitätsunterschiede zwischen Billig-Geräten und neueren Geräten.

Ralf: Also du sagst jetzt im Prinzip, wenn ich dich richtig verstehe, entweder eine Apple Watch oder ein Pulsgurt oder Brustgurt, wenn man Wert darauf legt, wirklich aussagekräftige oder vernünftige Puls Werte zu haben.

Daniel: Ja, allerdings kommt es auf die Sportart an. Und wenn ich jetzt zum Beispiel Joggen gehe und ich laufe jetzt nicht unbedingt Intervalle wie ein super Profi, sondern einfach vor mich hin, dann verändert sich der Puls kaum. Und das bisschen, was sich da verändert, das schafft selbst ein billig Gerät einigermaßen ausreichend. Und dann braucht man keinen Brustgurt. 

Sobald ich aber höhere Anforderungen habe, wie Team Sportarten oder ich bin ein Läufer, der tatsächlich sein Training variiert, dann reicht das einfach nicht. Und dann sollte man entweder ein Brustgurt kaufen, der dann wirklich sehr nahe an einem medizinischen Gerät dran ist. Oder eben, es gibt auch solche Bänder mit gehobenen optischen Sensoren, die schnallt man sich oberhalb des Bizeps hin, wo sie auch nicht besonders stören. Und die haben dann einen ähnlichen Zweck und haben eine deutlich höhere Genauigkeit. 

Das kann ich eigentlich nur jedem empfehlen, der einigermaßen genaue Daten haben will und der wirklich Sportler ist und wissen möchte: Welchen Puls hatte ich denn jetzt, als ich bergauf gelaufen bin? Oder im zweiten Satz, dieses super anstrengenden Spiels. Wer ab und zu mal Fahrrad fährt und sich nicht für irgendwelche Sportarten interessiert, der braucht das auch nicht.

Ralf: Okay. Wie sieht es denn aus, ich glaube, das war aus meiner Erfahrung raus. Es steigen zumindest mal ganz viele Frauen, aber auch etliches an Männern irgendwann mal in diese Tracker-Welt ein mit dem üblichen menschlichen Problem: Ich bin schlicht zu fett, würde gerne abnehmen und möchte mal schauen, was ich so an Kalorien verbrauche und Kalorien verbrenne und will das über diesen Tracker im Prinzip erfassen. Funktioniert das einigermaßen? Macht das Sinn? Wenn ja, was macht Sinn, wenn es jetzt um Kalorien geht, sowohl beim Sport als auch im Alltag?

Daniel: Okay, da hole ich mal so ein bisschen weiter aus. Tatsächlich ist die Käufer-Gruppe, die einen Tracker kauft, weil sie relativ wenig macht. Also Leute, die sehr viel herumsitzen und oft auch Gewichtsprobleme haben. Die ist sehr groß. Es gibt ganz, ganz, ganz viel von denen. Und es gibt aber auch sehr viel Wissenschaft, sehr viele Studien, die untersucht haben: Bringt denn ein Tracker letztendlich etwas? Also dieses Transparent machen, dass die Leute nichts tun und sie aufmuntern, etwas zu tun. Funktioniert das? Ja oder nein? 

Und die Mehrzahl der Studien kommt zu dem Ergebnis: Nein, es funktioniert nicht, denn der Tracker sagt einem etwas, was man sowieso schon weiß, nämlich: Du tust nichts. Und letztendlich kriegt man es dann jeden Tag vor den Latz geballert. Du tust nichts, du tust nichts, du tust schon wieder nichts. Mach doch mal was. 

Und ja, das wäre ungefähr, wie wenn man seiner besten Freundin erzählt: Du, ich möchte dringend abnehmen. Das mache ich jetzt auch einfach. Und dann sagt die jede Woche: Mensch, du hast aber nicht abgenommen. Was ist denn los mit dir? Und entsprechend ist dann auch irgendwann mal die Akzeptanz für diese Geräte gering. Weil dann werden die Leute ärgerlich und sagen: Nee, der erzählt mir sowieso das, was ich nicht hören will. Und dann benutzen sie es nicht mehr, weil das hat nichts gebracht. 

Aber es gibt natürlich auch einige Leute, die ich sag mal, ein bisschen disziplinierter sind und das schaffen. Es ist ja auch alles andere als einfach. Und die tatsächlich danach essen. Denn nach wie vor ist das Wissen über die Kalorieneinnahme im Verhältnis zu dem Kalorienverbrauch das Entscheidende für den Erfolg einer Diät. Dazu muss man also erstens wissen, wie viel esse ich. Gut, das kann man tracken mit irgendwelchen Apps und dann einfach zusammenzählen. Und man muss wissen, wie viel verbrauche ich pro Tag. 

Und da habe ich einen Grundumsatz. Also das, was ich, sagen wir mal, im Schlaf verbrauchen würde oder im Koma. Und dann habe ich einen ein Verbrauch-Leistungs-Umsatz. Das ist das, was ich mache, wenn ich mich bewege oder wenn ich Sport mache oder wenn ich mit dem Bein wippe am Schreibtisch. Und das summiert sich auf zum Gesamtumsatz. Und wenn dieser Gesamtumsatz geringer ist oder höher ist als das, was ich esse, dann nehme ich ab und nur dann. 

Und das bedeutet, dass es eigentlich wichtig ist, dass diese Daten stimmen. Nun, und hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geräten. Das liegt aber auch daran, dass manche Geräte mehr auf Bewegung reagieren. Das heißt, ich bewege meinen Arm irgendwie bei irgendeiner Tätigkeit, ich gehe oder ich putze die Fenster oder ich renne und dann kriege ich Kalorien angerechnet. Anhand der Heftigkeit dieser Bewegungen. 

Oder es gibt Geräte, die gehen nach Puls und sagen sich: Wenn der Puls hoch ist, dann wird derjenige ja wohl viel machen. Und rechnen für höheren Puls natürlich mehr Energieverbrauch an. Die meisten Geräte machen beides. Die gehen nach Puls und nach Bewegung. Aber es hängt sehr stark vom Hersteller ab, was da gewichtet wird. 

Wenn man zum Beispiel Garmin-Tracker nimmt, die legen sehr viel Wert auf den Puls, während zum Beispiel andere kaum Wert auf den Puls legen, aber viel mehr auf Bewegung, wie zum Beispiel der Aura Ring. Und jetzt, wenn man sich dann mal die Unterschiede zwischen den Geräten anguckt, können die dann schon eklatant sein. 

Für so Spinner wie mich, die bis zu vier Geräten am Körper gleichzeitig tragen, zumindest mal in meinen besten Zeiten, da sieht man dann, wenn man die vergleicht, die Unterschiede und hat dann schon mal bis zu 500 Kalorien pro Tag Unterschied. Und das ist natürlich schon ein Unterschied. Würde ich mich danach ernähren bei Gerät A, dann nehme ich vielleicht ab und würde ich mich danach ernähren, bei Gerät B, da nehme ich nicht ab. 

Zum Beispiel, Polar-Geräte sind meiner Meinung nach größenwahnsinnig, was die Kilokalorien betrifft. Die geben einem eine Grundumsatz-Schätzung, dass einem die Ohren schlackern und rechnen prinzipiell für Tätigkeiten viel mehr an als andere.

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Ralf: Das ist ja auch schön. Da hast du das Gefühl, du hast richtig was gemacht.

Daniel: Genau. Und dann hast du schön viel Kalorien und denkst du dann kann ich heute mir noch das Marzipan-Brot rein pfeifen, was es jetzt schon gibt zu Weihnachten. Und da ist natürlich dann Gefahr da, weil dann nehme ich zu. Die Kalorien sagen ich nehme ab, aber in Wirklichkeit nehme ich zu, weil die Daten nicht korrekt sind. Und es gibt Studien zur Genauigkeit von bestimmten Geräten, die allerdings ohne Ausnahme katastrophal schlecht sind. 

Also zum Ersten Mal habe ich den Eindruck, wenn jemand eine Studie macht über Genauigkeit von Trackern, kaufen die keine neuen Geräte, sondern die brechen in einen Museum ein für uralte Trecker und machen damit ihre Tests. Also wenn ich dann in diese Listen sehe, was die da benutzt haben, warum gehen die nicht hin und holen sich irgendwas halbwegs aktuelles? Weil die Technologie entwickelt sich ja auch weiter. Und die Algorithmen. 

Das heißt, allein die Auswahl der Geräte ist schon mal eine Katastrophe. Und dann werden da einige Kalibrierungs-Maßnahmen die notwendig sind, nicht gemacht in den Studien, weil sich die Leute, die die Studien machen, einfach nicht auskennen. Das bedeutet, dass die Leute, die da teilnehmen in Studien eben falsche Daten liefern. Weil zum Beispiel ihr CO2 max. nicht eingependelt wurde oder ihre maximale Herzfrequenz nicht eingestellt wurde. 

Jeder Mensch hat eine maximale Herzfrequenz. Das ist das, was das Herz maximal schlagen kann. Das heißt, wenn ich jetzt einen hungrigen Löwen hinter mir her rennen habe, dann erreiche ich wahrscheinlich den HR-Max. Und der ist bei jedem komplett anders. Bei jedem Menschen. Da ist ganz viel Genetik dabei oder fast nur Genetik. Und das muss man herausfinden und eingeben und das tun die nicht. Entsprechend sind natürlich auch die Testergebnisse. Und da kommt dann halt irgendwas raus: Garmin ist doof oder Fitbit ist toll oder Apple ist super. 

Aber jemand, der sich wirklich mit dieser Materie beschäftigt, liest die Studie durch und sagt, dass diese Studie nichts bringt, weil die ist falsch aufgesetzt. Das heißt, letztendlich bleiben einem mehr oder weniger nur die Beobachtungen und ein paar wenige halbwegs passable Studien. Und man kann sagen für Sportarten die einen hohen Cardio-Anteil haben, also mit viel herum gerenne. Da kann man sagen, da bewegen die sich normalerweise im Bereich von plus minus 10 Prozent von der Realität. Bei anderen Geräten ist es dann mehr oder weniger und wirklich schwierig. S

ehr schwierig zu erfassen wird es dann: Wie ist die Genauigkeit, wenn ich Aktivität im Alltag habe? Angenommen, ich putze jetzt mal alle meine Fenster am Samstagmittag, das ist stundenlanges herum wedeln mit dem Arm. Mit den Füßen mache ich relativ wenig. Jetzt denkt der Tracker: Oh mein Gott, der macht grad Marathon oder sonst irgendwas und rechne da relativ viel Kalorien an. 

Oder zum Beispiel auch Hecke schneiden. Auch das ist berühmt für zu hohe Kalorien-Angaben. Und außerhalb von Sportaktivitäten, also wenn ich jetzt nicht laufe oder Radfahrer oder Volleyball spiele und ich mache wirklich Haushalt zum Beispiel, da sind Tracker relativ ungenau und gehen durchaus auch mal 25 % plus minus in die falschen Bereiche.

Ralf: Was natürlich schon eine extreme Summe ist. Danke, dass du das erwähnt hast. Auch selbst diese 10 %. Wenn ich von einem normalen Kalorienverbrauch jetzt ausgehen würde, von zweieinhalbtausend am Tag, was ja so ein einigermaßen Durchschnitt sein könnte, dann sind es 250 am Tag bei 10 %. Zehn Tage eben wieder die 2500. Sprich in einem Monat ist das ein Kilo Fett mehr oder weniger, nämlich 7500 Kalorien.

Daniel: Das ist richtig. Jetzt darf man allerdings auch nicht vergessen, man vergleicht das ja dagegen, was man gegessen hat. Und auch diese ganzen Food Labels, also sprich diese Aufdrucke auf den verschiedenen Supermarkt-Artikeln, die sind auch falsch und dürfen falsch sein. Bei den meisten Mikro- und Makro-Nährstoffen wie Protein, Eiweiß, Kohlenhydrate, da dürfen die bis zu 20 % falsch sein. 

Und es gibt da auch immer wieder mal Studien, die mal einfach mal ins Regal greifen und mal gucken, wie korrekt sind die? Und da ist also schon auch eine extrem große Streuung, was bedeutet, man vergleicht etwas mit einer großen Streuung. Also etwas anderes mit einer auch großen Streuung. Und es gibt sogar Studien, die herausgefunden haben, dass sich das nivelliert. 

Also es ist wirklich schwierig, solche Aussagen zu treffen. Wie genau ist ein Gerät? Weil es hängt auch sehr viel vom Lebensstil ab. Einer, der Handwerker ist und seine Hände viel einsetzt, der wird andere Werte kriegen als jemand, der im Büro sitzt und vorwiegend nur mit dem Bein herum wedelt oder ein bisschen mit der Tastatur oder mein Telefonhörer nimmt. Der hat natürlich relativ wenig verfälschte Daten tagsüber. 

Dagegen Leute, die ein Gerät kaufen, was sehr viel Bewegung favorisiert oder anguckt und dann eben Handwerker sind, die werden viel zu hohe Kilokalorien kriegen. Und jetzt muss man auch noch bedenken: Wie werden dann überhaupt solche Geräte oder solche Algorithmen, die diese Geräte benutzen, gemacht? Die nehmen 50 Leute oder mehr und erfassen deren Daten auf dem Laufband zum Beispiel oder bei anderen Tätigkeiten. 

Und wenn man zum Beispiel die Firma Garmin nimmt, die liefern sogar Validierung mit in irgendwelchen White Papers, damit man sieht, das Gerät taugt, aber die stellen dann halt 50 Leute drauf. Die berühmten Young Healthy Men, die zwischen 20 und 40 sind. Nicht zu groß, nicht zu klein, nicht zu dick, nicht zu dünn. Und erfassen die Daten mit denen. Und dann kommt halt raus: Ja, im Durchschnitt waren die Leute 6 % falsch. 

Das ist auch schön, aber die Realität ist halt nicht unbedingt das, was da in diesen Studien stattfindet, denn wir haben immer noch einen sehr hohen Anteil von Leuten mit Übergewicht oder auch eben sehr kleine, dünne Leute zum Beispiel. Und vor allem für solche Extreme stimmen die Algorithmen überhaupt nicht. 

Also wenn ich ein Gerät oder einen Algorithmus trainiere auf eine Menge von Menschen, die gesund und Durchschnitt sind. Und ich, ich stelle dann dem einen ein übergewichtigen 1,85 Mensch hin. Das passt natürlich nicht und da kommt natürlich was komplett Falsches raus.

Ralf: Ja, ist ja ein riesiges Feld. Auch zum Glück gibt es solche Leute wie dich, die dann eben in Spitzenzeiten mit bis zu vier Tracker rumlaufen und die gegeneinander austesten, weil jeder ist ja irgendwo so gefühlt mit dem Ding glücklich oder auch nicht glücklich, aber kann es eigentlich wenig fassen. Und so taucht natürlich auch immer wieder viel Unsinn auf. Ja, der ist super. Bei mir funktioniert der toll. Es sind aber letztlich eben diese Schwankungsbreiten, die sich dann eben wieder nivellieren etc.

Daniel: Absolut, absolut. Und die Leute machen sowieso alle den Fehler. Also ich würde mal behaupten 98 % aller Tracker-Benutzer haben niemals ihren maximal Puls herausgefunden in einem sehr anstrengenden, erschöpfenden Test auf dem Laufband und haben ihn eingetragen. Das bedeutet, da steht irgendein voreingestellte Wert drin, irgendeine Formel aus dem Internet. Die ist meistens grottenfalsch und entsprechend sind die nächsten Werte auch falsch. Völlig klar. Und das bedeutet, diese Leute beurteilen Werte von Geräten, die sie nicht richtig eingerichtet haben.

Ralf: Ja, die nicht zur Person passen. Also gerade mit dem maximal Puls. Meiner liegt irgendwo so bei 192. Bin 56 Jahre alt. Üblicherweise werden ja die 220 genommen minus Lebensalter, das ist ja die grobe Faustformel. Das heißt für mich sind und wären die Standardwerte so was von falsch, das gibt es gar nicht bei mir.

Daniel: Auch würde ich diese Formel benutzen, dann würde mein Tracker die ganze Zeit, wenn ich Sport mache, denken, ich bin nahe an meinem Maximum dran und ich werde wahrscheinlich gleich tot umkippen und gibt mir 10.000 Kalorien in zwei Stunden oder so. Also das ist das. Denn diesen Fehler darf man nicht machen, aber der wird immer gemacht, auch in den Studien, leider. Und dann sieht man halt endlose Diskussionen in den Foren. 

Das heißt bitte, liebe User, wenn ihr ein Tracker habt, richtet das ein, findet euren maximal Puls heraus. Anleitungen gibt es im Internet, tragt das ein und erst dann. Bitte fangt an zu diskutieren, ob die Kalorien Sinn machen. Erfahrungsgemäß ist es aber so: Wer sich zum Beispiel ein aktuelles Garmin-Gerät kauft und es korrekt einrichtet, der liegt meistens gar nicht so falsch. 

Und ich kenne einige Leute, die tatsächlich eine erfolgreiche Gewichtskontrolle oder ein Gewichts-Management geschafft haben, indem sie einfach nach dem Gerät gegessen haben.

Ralf: Schön. Das ist ja dann schon mal was Positives. Dann haben wir jetzt auf jeden Fall schon mal drei positive Tracker erwähnt. Das eine ist Genauigkeit von der Pulsfrequenz oder Herzfrequenz. Die Apple Watch, die sehr, sehr gut funktioniert. Der Garmin, der wohl anscheinend relativ gute Algorithmen hat, um Kalorien zu berechnen. Sofern er richtig eingerichtet ist, wollen wir ja nicht unerwähnt lassen. Dann der Aura Ring, mit dem man relativ gut checken kann, wie erholt man ist und wie der, wenn man das so schön neudeutsch sagen will, Lifestyle, wie gut der passt.

Daniel: Genau, genau. Ich empfehle immer, wenn jemand einen Tracker kaufen will, sollte er sich erst mal fragen: Was will ich damit überhaupt machen? Warum kaufe ich den? Ist das zu Gewichtskontrolle? Ist das, weil ich ein Sportler bin, ein Athlet bin? Möchte ich Schlaf danach checken? Worauf liegt der Fokus? 

Und das ist wie bei meinem Autokauf. Ihr würdet auch niemals zu jemand gehen und sagen: Was ist das beste Auto? Derjenige würde euch sofort eine Frage stellen, würde sagen: Ja fürs Einkaufen, für die Innenstadt oder für die Autobahn, wenn du im Außendienst tätig bist. 

Und je nach Anforderung braucht man andere Geräte und es gibt nicht den Super-Tracker. Die Apple Watch hat zum Beispiel auch viele, viele Nachteile und auch jedes Garmin-Gerät hat Nachteile und auch jedes Polar-Gerät. Aber alle haben auch Stärken, die andere nicht haben. 

Und man muss wirklich ins Detail reingehen und eben sagen: Ich brauche dieses und jenes Feature. Wer ist denn da gut auf diesem Gebiet? Und eben dieses Wissen zu haben ist eben schwer. Und dafür gibt es eben so Foren wie unsere, wo sich so Leute wie ich tummeln, den dann eben auch beraten können.

Ralf: So ein paar Verrückte, die das zeigen.

Daniel: Auch die mit vier Trackern schlafen.

Ralf: Die das Zeug auf Herz und Nieren testen. Das denken ich aber auch, ist eigentlich jetzt für den Moment, glaube ich, mal ein relativ schöner Schlusspunkt. Festzustellen oder festzuhalten, für jeden Bedarf gibt es unterschiedlich sinnvolle Tracker und es macht wie fast überall im Leben einfach mal Sinn für sich abzuchecken: Was will ich eigentlich, was brauche ich und wofür brauche ich es? Und dann entsprechend den Anforderungen sich was zuzulegen. 

Und da eben auch noch mal der Hinweis, der Daniel hat ja diese super Facebookgruppen, über die wir uns im Übrigen auch kennengelernt haben und ich werde die auch in die Shownotes selbstverständlich verlinken, dass ihr da reingehen könnt. Dort, bitte, Leute, wenn ihr in die Gruppen geht, lest die FAQs. Das ist was, was ganz wichtig ist, weil die meisten Fragen sind dort auch noch mal beantwortet. 

Und wenn dann noch Fragen offen sind, entweder hier unten in die Kommentare. Ich denke mal, ich kriege den Daniel dazu, auch wenn spezifische Fragen da sind und die sind spannend, dann noch drauf einzugehen. Oder in den Facebookgruppen, die sind dafür da, dass du deinen für dich bestmöglich passenden oder die bestmöglich passenden Tracker für dich findest. 

Daniel, du hast, wie sich das für einen Gast gehört natürlich das Schlusswort. Was möchtest du denn den Zuhörern noch so als Schluss mit auf den Weg geben?

Daniel: Ich würde mitgeben: Geht keinen Hypes nach, kauft euch nicht einfach irgendeinen Tracker, weil man einen Tracker hat, weil dann wird er irgendwann in einer Schublade verschwinden. Überlegt bitte ganz genau Braucht ihr einen überhaupt für welches Ziel und kommt damit in die Gruppe. 

Lasst euch nichts erzählen, was man jetzt irgendwie unbedingt haben muss, weil da gibt es ganz, ganz viel falsche Informationen da draußen. Wie so oft. Wie es halt auch bei Ernährung und bei Sport ist, ist das halt auch bei Treckern so, da entsteht dann irgendein Hype. Im Augenblick zum Beispiel gibt es ein Gerät von Amazon, wo ein riesen Hype ist und keiner weiß warum. Ist einfach neu und man schreibt drüber. Und lasst euch nicht blenden von Hypes.

Ralf: Super. Vielen Dank. Wunderschönes Schlusswort für die Tracker. Und ich darf jetzt schon ankündigen, ich habe mit dem Daniel abgesprochen, dass wir auch noch einen Podcast machen über Regeneration, Messung von Regeneration, Herzfrequenz, Variabilität. Furchtbares Wort, kriegt man fast nicht raus, aber es ist ein spannendes Thema.

Daniel: Genau als Stress-Messung.

Ralf: Stress-Zeitmessung. Und wir werden auch darüber noch ein super Podcast machen. Für heute sage ich mal vielen Dank. Daniel, es war unglaublich viel Informationen, brutal kompetent, absolut super. Ganz ganz klasse, vielen Dank und ich freue mich schon auf das nächste. Für heute mal, Tschüss!

Daniel: Es war mir ein Vergnügen. Tschüss.

Das war der 50 plus und drunter Podcast. Wenn es dir gefallen hat, abonniere jetzt und hinterlasse einen Kommentar. 

Alle weiteren Infos zur Folge findest du in den Shownotes. 

Ralf Gabler erreichst du unter ralfgabler.de. Er freut sich, von dir zu hören. Bis zum nächsten Mal.

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