Höre Musik aus deiner Jugend

Höre Musik (aus deiner Jugend)

Musik aus der Jugend als Jungbrunnen

 

Ihr seid auf einer Party oder Veranstaltung und auf einmal tönt euer Lieblingslied aus eurer Jugend aus den Boxen. Jeder war sicherlich schon einmal in dieser Situation – und hat sich plötzlich wie in alte Zeiten zurückversetzt gefühlt. Heute erzähle ich euch von Raphael, der sich im hohen Alter noch einen Lebenstraum erfüllt hat und so neue Lebensfreude entfachen ließ…!

Corona hinterlässt psychische Spuren

Raphael ist bereits 71 Jahre alt, körperlich aber noch topfit. Er kontaktierte mich Anfang des Jahres, um noch etwas mehr das Augenmerk auf gezieltes Krafttraining zu setzen und seine Ernährung zu optimieren. Seine Beschwerden begrenzten sich eher auf den psychischen Bereich. Vor allem die Corona-Pandemie wirkte sich stark auf sein Wohlbefinden aus.

Raphael ist nämlich Präsident eines großen The Beatles-Fanclubs und organisierte vor Corona regelmäßig große Treffen und Partys mit Musik ihrer Lieblingsband. Aufgrund der Infektionsgefahr war das nun natürlich nicht mehr so einfach möglich. Zwar würde er sich mit seinen drei besten Freunden immer noch regelmäßig im kleinen Kreis treffen, aber das sei einfach nicht das gleiche wie früher, erzählte er mir mit niedergeschlagener Stimme. Da musste ich mir dringend etwas einfallen lassen und lud ihn erst einmal zu mir ein, um einen gemeinsamen Trainings- und Ernährungsplan zu erstellen.

Zwei Tage später war es dann auch schon so weit und Raphael stand bei mir vor der Tür. Ich hatte in meinem Trainingsraum schon etwas Beatles-Musik aufgelegt und wollte ihn damit überraschen. Das klappte auch ausgezeichnet. Mit einem Strahlen fing er direkt an das Tanzbein zu schwingen. Da konnten wir uns das Aufwärmen für unser Training ja schon fast sparen! Aber eben auch nur fast. Also begannen wir mit einer lockeren Trainingseinheit und ich versuchte individuell auf seine Stärken und Schwächen einzugehen.

Musik als Motivation

Für sein Alter staunte ich nicht schlecht, Raphael war wirklich noch sehr fit. Aber verbessern kann man natürlich immer noch etwas, also starteten wir gemeinsam durch und absolvierten ein super Training. „Die Musik ist pure Motivation für mich, das ist einfach mein Lebenselixier!“ rief er mir zu, während er die Hantelscheibe in die Luft stemmte. Die Beatles waren offensichtlich seine große Senior Sitzt mit MusikLeidenschaft. Musik, vor allem aus der Jugend, kann wie ein Energie-Booster für Körper und Geist wirken. Deswegen empfehle ich auch immer jedem meiner Kunden regelmäßig Musik aus der eigenen Jugend zu hören. Wer da nicht gute Laune bekommt und an schöne alte Zeiten denkt…!

Diesen Rat musste ich Raphael natürlich nicht geben, die Beatles liefen bei ihm von morgens bis abends nonstop. Seine Frau könne es schon nicht mehr hören, hat sich aber mittlerweile damit abgefunden, erzählte er mir lachend. Also gingen wir erstmal einen Schritt weiter und schauten uns seine Ernährung an. Die war zwar nicht perfekt und sehr deftig, wie man es aus der guten deutschen Küche kennt, aber seine Frau achtete durchaus auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Ein paar Tipps wie ein leckeres Porridge zum Frühstück oder ein kalorienarmes Risotto gab ich ihm mit, was er laut seiner Aussage auch direkt seiner Frau vorschlagen würde. Soweit war das erst einmal ein sehr erfolgreicher und guter erster Tag mit Raphael.

Der Mut zu Neuem auch im hohen Alter

Dennoch juckte es mir ihm als Gesundheitsberater noch ein paar weitere Tipps zu geben, damit er sich vor allem psychisch schnell besser fühlt. Wir quatschen also noch etwas privat und ich versuchte dabei noch mehr über ihn herauszufinden. Wir blieben, welch Überraschung, auch schnell wieder bei den Beatles hängen. Sein Lebenstraum war ja immer eine eigene Band mit seinen Jungs zu gründen, doch Berufs- und Familienleben standen dem immer im Weg. Da grätschte ich auch direkt dazwischen: „Was steht denn jetzt im Weg? Während der Pandemie hat man doch sowieso mehr Zeit!“. Lachend entgegnete er mir, dass sie dafür doch mittlerweile viel zu alt wären. Da widersprach ich ihm aber auch direkt vehement.

Warum sollte man sich im hohen Alter keinen Lebenstraum mehr erfüllen können? Selbst einen kleinen Raum im Keller mit Musikinstrumenten hatte Raphael sich mal eingerichtet, dieser würde aber mittlerweile total verstauben. Das sind doch perfekte Bedingungen! Da sowohl Raphael als auch seine besten Freunde bereits kurz vor der 2. Corona-Impfung standen, war auch das Infektionsrisiko kein Gegenargument mehr. Ich schlug ihm also vor doch mal seine Freunde zusammen zu trommeln und am Wochenende nach der 2. Impfung doch mal einen kleinen Band-Abend zu veranstalten. Die Idee gefiel Raphael sichtlich sehr gut, der Plan stand also und wir verabredeten uns für den kommenden Freitag zu einer neuen Trainingseinheit.

Rockband in den Startlöchern

Als Raphael am Freitag zu mir kam, erzählte er mir auch direkt voller Vorfreude, dass sie alle die Impfung gut überstanden hätten und für Samstagabend ihren ersten Band-Abend planen. Wir drehten also wieder die Beatles voll auf und powerten uns bei einem erneut sehr guten Training voll aus. Mittlerweile war ich auch schon ein kleiner Beatles-Fan und hatte richtig Bock mal mit den Jungs mitzurocken! Aber gut, den Abend wollte ich ihnen natürlich erst einmal allein lassen!

Die kommende Woche wartete ich also gespannt auf seinen Bericht und ob jetzt die nächste großeÄltere Herren spielen Musik Rockband in den Startlöchern steht. Zweiteres verneinte er zwar lachend, aber es sei ein toller Abend gewesen und sie wollen das jetzt sogar zweimal wöchentlich machen. Sie hatten alle einen riesigen Spaß und hätten sich gefühlt als wären sie in ihren wilden 20er Jahren. Toll, man merkte Raphael richtig an wie er aufblühte. Da konnte ich einen meiner Kunden wieder ein Stück glücklicher machen und bis heute schallt die Musik der Beatles aus unserem Haus, sobald Raphael zu unserer gemeinsamen Trainingseinheit erscheint.

„Musik ist wie ein Psychiater“ – Paul McCartney

Aber da ist die Geschichte noch längst nicht vorbei! Vor einigen Wochen machte nämlich die Lieblingskneipe der Jungs wieder auf, dort veranstalteten sie früher regelmäßig ihre Fanclub-Abende. Als sie in kleiner Runde endlich mal wieder gemeinsam an der Theke saßen, erzählten sie auch dem Kneipenbesitzer von ihrer kleinen Hobbyband. Und dieser hatte glatt eine überragende Idee: Warum nicht wieder ein kleiner Fanclub-Abend draußen im Biergarten – mit ihnen als Live-Auftritt!

Die Jungs waren Feuer und Flamme, ich erhielt auch noch am Abend eine Whatsapp von ihm, in der er mich für das kommende Wochenende zu ihrem Fanclub-Abend einlud. Das lies ich mir natürlich nicht entgehen! In einer tollen und coronakonformen Atmosphäre rissen sie den Biergarten richtig ab und gefühlt der gesamte Fanclub und natürlich ich rockten mit ihnen mit. Den Jungs war anzusehen, was für ein tolles Erlebnis dies für sie war und der nächste interne Auftritt von ihnen lässt sicher nicht
lange auf sich warten!

Die Geschichte von Raphael zeigt, was Musik für eine Auswirkung auf unser Wohlbefinden haben kann. Nun muss man natürlich nicht sofort seine eigene kleine Band gründen, aber selbst seine Lieblingsband aus der Jugend beim Putzen aufdrehen, kann eine Wohltat für die Seele sein! Probiert es doch gleich mal aus und dreht eure Boxen auf! Wenn ihr einen guten Musikgeschmack habt, ist es auch hoffentlich eher positiv als negativ für die Beziehung mit den Nachbarn!

Benötigst du auch einen Geheimtipp?

Für alles weitere, wie Training und Ernährung, könnt ihr gerne mich kontaktieren. Als Gesundheits- und Schmerzexperte kann ich euch in vielen Bereichen weiterhelfen, und vielleicht habe ich ja auch einen Geheimtipp für euch wie für Raphael! Meldet euch einfach unverbindlich und kostenlos zu einem ersten Kennenlerngespräch über meine Homepage an! Ich freue mich drauf, euch kennenzulernen!

 

Dieser Artikel basiert auf Studien zum Thema Musik hören im höheren Alter.

Stellvertretend sind hier zwei Studien verlinkt:

Der Effekt von Musiktherapie bei Angst, Depression und Schmerzen

Musikhören zur Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit bei Älteren mit kognitiven Beeinträchtigungen

 

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