Worte fügen Schmerzen zu

Wer sich mit Hypnose und hypnotherapeutischer Kommunikation auskennt hat es längst geahnt:

Worte fügen Schmerzen zu

„Achtung, jetzt piekst es.“ Nicht nur Kindern, auch Erwachsenen wird nach der Ankündigung mulmig. Sobald die Nadel der Spritze die Haut berührt, ist der Schmerz zu spüren. Psychologen konnten zeigen, dass verbale Reize unser Schmerzgedächtnis aktivieren.

„Nach einer solchen Erfahrung reicht es dann bei der nächsten Impfung schon aus, sich allein das Bild der Nadel ins Gedächtnis zu rufen, um unser Schmerzgedächtnis zu aktivieren“, weiß Prof. Dr. Thomas Weiß von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Wie der Psychologe und sein Team jetzt erstmals in einer Studie zeigen konnten, sind es jedoch nicht nur schmerzhafte Erfahrungen und Assoziationen, die unser Schmerzgedächtnis alarmieren. „Auch verbale Reize führen in den entsprechenden Hirnarealen zu einer Aktivierung“, so Prof. Weiß. Sobald wir Worte hören wie „quälend“, „zermürbend“ oder „plagend“, werden im Gehirn genau die Regionen aktiviert, in denen wir Schmerzen verarbeiten. Das konnten die Psychologen der Uni Jena mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie fMRT beobachten.

viaWorte fügen Schmerzen zu 30.03.2010 – DocCheck News.

Was wir erwarten, bekommen wir, auch wenn es letztlich zu unserem „Schaden“ ist.

Ralf Gabler

Mentaltrainer – Coach – Heilpraktiker

2015-02-04T08:28:28+00:00 By |0 Kommentare

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