Ohne dich läuft hier nichts!

Von Krankheit und Mitarbeitern.

Sicher kennst du das auch: Du wachst morgens auf und denkst heute ist nicht mein Tag. Schaler Geschmack im Mund, dein Kopf ist irgendwie wie ein übervoller Ballon. Das leichte Kratzen im Hals und etwas verstopfte Nase lassen einen eindeutigen Gedanken aufkommen – Scheisse ich werde krank!

Krankheit Ralf Gabler Hypnose RottweilDabei hast du gerade jetzt so viel zu tun. Musst unbedingt noch und überhaupt. Scheisse krank – passt gerade überhaupt nicht.

Mal ehrlich, passt Krankheit überhaupt irgendwann, zu irgendwas? Mir stinkt das zunächst auch immer, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Ist total ärgerlich, wenn Dinge nicht so laufen wie sie sollen. Schließlich bist du derjenige welcher macht und dafür sorgt, dass alles läuft. Alles hängt an dir, du musst dafür geradestehen. Du kannst jetzt nicht ausfallen.

Darf ich dich kurz auf einen Gedanken entführen?

Du stimmst mir sicher zu – Krankheit kommt immer dann, wenn es nicht passt. So dann mal eine erste Frage: „Wann würde dir Krankheit denn passen?“

OK, merkst du schon was? Gefühlt passt Krankheit nie, Krankheit kostet die Kontrolle und sorgt für ein bescheidenes Gefühl. Passt nicht zu einem Macher wie dir. Kontollverlust! Das ist es was du hasst! Da macht dein Körper etwas, was du nicht willst. Geht gar nicht – wer nicht macht was du sagst, der fliegt! Zumindest im Betrieb läuft das so.

Kündigung?

Nun, deinen Körper kannst du schlecht kündigen. Kannst du schon, aber dann wirst du merken, dass dein „Geist“ ohne deinen Körper auch nichts wert ist! Du brauchst deinen Körper, auch wenn er lästig, nervig, manchmal unzuverlässig und störend ist. Er ist der Teil, der dein Denken mit Leben versorgt. Selbst wenn er krank ist. Eigentlich eine super Leistung. Trotz Krankheit zu arbeiten, oder?

Denn was tust du, wenn dein Mitarbeiter trotz Krankheit zur Arbeit kommt und seinen Pflichten nachgehen? Weil er weiß wie wichtig es ist einen Auftrag abzuarbeiten.

Guter Chef!

Klar, als guter Chef schonst du ihn ein wenig, lässt ihn eventuell etwas früher nach Hause gehen. Sorgst dafür, dass er sich trotz Arbeit gut pflegt und versuchst ihn soweit wie möglich zu entlasten. Ist doch so?

Ich glaube du merkst worauf ich hinaus will. Dein Körper ist ein unermüdlicher Arbeiter, er kann viel, er leistet viel. Jeden Tag. Trotz widriger Umstände, trotz Schikane von oben. Die manchmal auch etwas übers Ziel hinausschießt. Sei ehrlich! So einen treuen Mitarbeiter wirst du nicht verlieren wollen. Deshalb solltest du diesen Mitarbeiter pflegen. Lass ihm die Aufmerksamkeit zukommen lassen die er verdient hat. Denn meistens hat er dir bisher gut zur Seite gestanden und hat dein Unternehmen nach seinen Möglichkeiten unterstützt.

Was tun? Zwei Möglichkeiten.

Um wieder auf dich und deinen Körper zurückzukommen. Was machst du als guter Unternehmer mit einem kranken Mitarbeiter?

Du schickst ihn wieder nach Hause, wenn du das Gefühl hast, er steckt alle anderen auch noch an und es hat keinen Wert. Er wird dann schneller wieder gesund – wird früher wieder für dich arbeiten können. Nicht dass er die Erkrankung verschleppt und dadurch insgesamt noch länger ausfällt. Kluger Gedanke. Oft ist es besser Ruhe zu bewahren um ein Ziel zu erreichen.

Gönnst du deinem Körper die Ruhepause um nichts zu verschleppen?

Zweite Variante: Du merkst, dein Mitarbeiter ist zwar angeschlagen, aber nicht total kaputt. Also schonst du ihn ein wenig, schaust das er etwas weniger Arbeit bekommt und gut versorgt ist. Verteilst die Aufgaben ein wenig anders, lässt ihm etwas Gutes zukommen das ihn aufbaut. Bedankst dich bei ihm wenn wieder alles läuft für seinen unermüdlichen Einsatz.

Lässt du es bei deiner Erkrankung etwas ruhiger angehen? Gibst du dir die nötige Erholung wenn die dringendste Arbeit erledigt ist?

Es ist nicht fair auf jemanden einzutreten wenn er am Boden liegt. Sei fair zu dir – denn auch dein Körper ist DU!

Geb dir die Zeit die du brauchst. Es wird auch ohne dich gehen. Muss ja!

Ich freue mich, wenn du mir dein Feedback hinterlässt. Und natürlich noch deine Antwort auf die Frage: „Was machst du, wenn du krank bist?“

Herzliche Grüße
Ralf

2017-02-16T09:12:09+00:00 By |2 Comments

2 Kommentare

  1. Silvia Heimburger Februar 5, 2014 um 4:05 pm Uhr- Antworten

    Hallo Ralf,
    eine wirklich tolle Erinnerung – super Artikel. Gerade eben hat mein Körper mal wieder kurzfristig die Reißleine gezogen und es tut soooo gut mal die Kontrolle loszulassen.
    Danke dir für diesen wertvollen Impuls
    Silvia

    • Ralf Gabler Februar 6, 2014 um 8:02 am Uhr- Antworten

      Hallo Silvia,
      tja, nicht nur deiner! 😉
      Wichtig ist es aus meiner Sicht einfach etwas draus zu machen. Egal was du vom Leben vorgesetzt bekommst – es geht darum etwas daraus zu machen. Sich selbst zu beobachten und mit positiver Grundstimmung zu analysieren.
      Herzliche Grüße
      Ralf

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