Kopfschmerz und Migräne genetisch bedingt?

Die Gene sind für Migräne und Kopfschmerzen verantwortlich, behauptet der unten verlinkte Artikel:

Die Zeiten, dass man diese Erkrankung spöttisch mit hysterischen Frauen verknüpfte, sind längst vorbei. Heute weiß man: Migräne ist genetisch bedingt. „Dafür kann man nichts”, sagt Dr. Günther Fritsche, der Leitende Psychologe am WKZ. „Nur wie häufig eine solche Attacke auftritt, das ändert sich mit den entsprechenden Lebensverhältnissen.” Und deshalb macht ein Dreiklang eine erfolgreiche Therapie aus – am Kopfschmerzzentrum sichtbar in der Kombination der Professionen Neurologe, Psychologe und Psychotherapeut.

Denn auch, wenn genetische Voraussetzungen dafür verantwortlich sind, ob man an Migräne leidet oder nicht, sind es doch immer bestimmte Typen, die besonders gefährdet sind – und die durch falsche Gewohnheiten die Zahl der Attacken noch erhöhen. Grundsätzlich gilt: Das Gehirn von Migränikern arbeitet anders. Es verarbeitet die Informationen, die ständig eintreffen, mit viel größerem Tempo als das Gehirn von Nicht-Migränikern. Der Vorteil: Solche Menschen sind in der Lage, viele Dinge gleichzeitig zu tun. Der Nachteil: Das Gehirn kann nicht abschalten. „Der Überlebensvorteil wird zur Last”, sagt Dr. Charly Gaul, Klinischer Leiter am WKZ. Denn der Kopf braucht ab und zu eine Aus-Zeit. „Sonst passiert es wie bei einem Computer, der keinen Virenschutz hat und bei dem man nie alte Dateien löscht: Er stürzt irgendwann ab.”

via Kopfschmerz-Patienten drängen nach Essen – WR – DerWesten.

Selten habe ich so einen Unsinn gelesen! Wie sollen denn  Psychologen und Psychotherapeuten bei genetischen Erkrankungen hilfreich sein können? Ich bin gespannt, wer mir das erklären will.

Fakt ist, Psychotherapie speziell auch Hypnose hilft bei Migräne und Kopfschmerzen. Das zeigt aber deutlich, dass es gerade keine genetische Erkrankung ist. Letztlich wäre es spannend zu klären, ob es sich überhaupt um eine Erkrankung, oder lediglich um ein Symptom handelt.

Ralf Gabler

topfit und gesund mit 40+

2009-04-05T07:59:30+00:00 By |0 Kommentare

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