Jetzt bekommst du dein Fett ab!

Stell dir vor: Ein schöner Teller, voll mit leckerer Pasta. Gute Sosse, fein gewürzt, vielleicht mit ein paar Garnelen oder etwas Lamm-Filet. Parmigiano dazu? Oder lecker Pasta Alio & Olio?

Soweit so lecker, aber auch soweit so problematisch – wenn du tatsächlich abnehmen willst. Denn Nudeln haben reichlich Kohlenhydrate und wer Übergewicht hat kommt meist mit eben diesen Kohlenhydraten nur schlecht klar. Denn Kohlenhydrate treiben den Blutzuckerspiegel nach oben. Ein hoher Blutzuckerspiegel treibt automatisch den Insulinspiegel nach oben. Das wiederum sorgt dafür, dass die Kalorien als Fett eingelagert werden. Das ist zwar jetzt stark vereinfacht – stimmt aber grundsätzlich so.

Kalorien?

Damit ist jetzt auch die beliebte Story vom Tisch: Kalorien sind keine kleine böse Wesen, die nachts in Schränke schleichen und unsere Kleider enger nähen! Das stimmt definitiv nicht!

Türkischer Honig Kohlenhydrate Ralf Gabler RottweilKalorien sind tatsächlich eine Maßzahl für den Energiewert unserer Nahrung. Stopp! Du brauchst jetzt nicht anfangen Kalorien zu zählen. Auch nicht wenn du abnehmen willst. Denn dein Körper verbrennt keine Kalorien. Dein Körper nimmt Nahrung auf. Nahrung die aus unterschiedlichen Bestandteilen besteht. Bestandteile die verarbeitet werden müssen und für Nutzung oder Verbrennung aufbereitet werden müssen. Ziemlich komplex und kompliziert, aber keine Sorge wir machen hier keine schnellbleiche in Physiologie, Biochemie und Stoffwechselstudium.

Brauchen wir nicht, denn das Hauptprinzip ist sehr simpel. Ein Satz, ok, es werden wohl zwei werden. Du hast sie oben schon gelesen:

Kohlenhydrate erhöhen den Blutzuckerspiegel. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel bringt Insulin ins Blut. Insulin im Blut sorgt für die Speicherung von Fett.

Das waren dann drei Sätze, aber du wirst es überleben.

Kohlenhydrate?

Vereinfacht lässt sich also sagen: Keine Kohlenhydrate, kein Insulin, kein Hüftgold.

Was sind denn Kohlenhydrate, denn vermutlich hast du noch nie Kohlenhydrate gekauft? Die großen Mengen an Kohlenhydraten haben wir in Getreide und damit in Brot, Brötchen, Nudeln, Reis, Kartoffeln. Die sogenannten Sättigungsbeilagen. Weglassen! Ja Spätzle auch. Brezeln ebenso.

Zweiter intensiver Kohlenhydratlieferant ist Zucker. Und natürlich alles, wo Zucker in nennenswerter Menge drin ist. Weglassen. Bonbons, Eis, Zucker direkt, Schokolade. Klingt bösartig und hart, ist aber so. Schokolade mit mehr als 85% Kakao ist gerade noch OK, weil wirklich wenig Kohlenhydrate. Du siehst ich bin dein Freund!

Was tun?

Wenn du dich selbst zum Praxis-Experten machen willst – starte den Eigenversuch. Wenn du das konsequent durchziehst wirst du schnell Erfolge merken. Ich höre dich schon sagen: „Ja klar, ich kann ja dann nichts mehr essen! Da bleibt ja fast nichts übrig.“

Stimmt nicht, du darfst reichlich Gemüse. Du darfst Fleisch und Fisch essen. Wurst und Käse. Eier, Quark, Nüsse. Damit du satt wirst auch gern reichlich Butter, Olivenöl und Cocosfett (naturbelassen!) an alles drantun. Fett ist ein Aroma- und Geschmacksträger.

Ralf Gabler Rottweil Essen abnehmenFett? War das nicht das mit den VIELEN Kalorien? Ja, wie oben schon gesagt – du isst keine Kalorien. Du nimmst Nahrung zu dir. Fett wird anders verstoffwechselt, du brauchst nicht an Kalorien zu denken.

„Aber braucht mein Körper nicht ausreichend Kohlenhydrate um gesund leben zu können?“ Klares NEIN, Kohlenhydrate sind der einzige Nährstoff den der Körper NICHT braucht. Du brauchst Proteine (Eiweiss) und du brauchst bestimmte Fette. Kohlenhydrate brauchst du nicht. GARANTIERT!

Am Anfang wird dir das ordentlich schwerfallen. Dein Gehirn wird nach seinem Suchtstoff Zucker verlangen. Du wirst dich müde und schlapp fühlen. Ein wenig wie ausgekotzt. Dauert aber nur einige Tage. Sobald dein Gehirn merkt es kommen keine Kohlenhydrate mehr wird es auf „Fettstoffwechsel“ (Ketonkörper) umstellen und von dieser Umstellung wirst du begeistert sein. Denn dann hast du genau das, was beim Fasten nach etwa drei bis vier Tagen geschieht – dein Kopf und dein Denken werden leicht und klar. Du wirst dich wie neugeboren fühlen.

Beim Fasten hast du nämlich auch die Umstellung auf Ketonkörper im Gehirn. Das gibt den Fastenflash, nicht irgendwelche obskuren Entschlackungen. Es gibt keine generalisierte Ver- oder Entschlackung in deinem Körper. Vergiss Fasten, stell um auf kohlenhydratarme Ernährung und du hast den gleichen Effekt für dein Wohlbefinden. Allerdings ohne die gravierenden Nachteile des Fastens.

LCHF?

Wenn du mehr wissen willst kannst du in Kürze hier im Blog mehr zum Thema lesen. Also trag dich für den Newsletter ein, damit du nichts verpasst.

Wenn du nicht warten willst kannst du Google anwerfen und nach LCHF (Low Carb High Fat) recherchieren. Eine gute Anlaufstelle zum Thema ist auch diese deutsche Seite: LCHF.de

So, genug geschwätzt! Was machst du? Stellst du um? Wagst du den Versuch? Ich lebe nun schon seit fast einem Jahr so und bin immer noch sehr zufrieden.

Stell mir deine Fragen, teile deine Anregungen und Gedanken mit mir. Ich freue mich auf dein Feedback! Wenn dir der Artikel gefallen hat fände ich es super, wenn du ihn jetzt mit Schaltflächen unten, mit deinen Freunden teilst. Danke.

2017-02-16T09:12:09+00:00 By |19 Comments

19 Kommentare

  1. Ralf Gabler Februar 7, 2014 um 5:21 pm Uhr - Antworten

    Jetzt bekommst du dein Fett ab!
    Stell dir vor: Ein schöner Teller, voll mit leckerer Pasta. Gute Sosse, fein… http://t.co/L9IjEvRDVt

  2. Astrid von Weittenhiller Februar 8, 2014 um 11:36 pm Uhr - Antworten

    Wieder mal ein super Artikel – Danke!
    Bin aber immer noch nicht ganz überzeugt, dass ich keine Kohlehydrate brauche, obwohl ich mit Fasten gute Erfahrung gemacht habe. Liegt mein Körper denn so falsch, wenn er mir Hunger auf Reis und Kartoffeln schickt?

    • Ralf Gabler Februar 9, 2014 um 7:57 am Uhr - Antworten

      Hallo Astrid,
      danke für dein Lob, freut mich, wenn dir der Artikel gefällt.
      Das Thema Kohlenhydrate ist so unglaublich komplex und mit vielen tiefsitzenden Prägungen verbunden. Ich merke durch die Kommentare – Ich muss da noch mal dazu schreiben um wirklich Klarheit zu schaffen. Die Kommentarfunktion reicht mir hier eindeutig nicht aus. Ich mache nochmal einen Ergänzungsartikel draus. Über den Newsletter wirst du dann auf alle Fälle darüber informiert. Stay tuned.
      Herzliche Grüße
      Ralf

  3. Barbara Drucker Februar 9, 2014 um 1:02 am Uhr - Antworten

    Also da gehe ich absolut nicht konform! Ganz im Gegenteil, der Körper braucht alles, Eiweiß, Fett und Kohlehydrate, hat mir bis jetzt noch jeder Ernährungsberater bestätigt. Meine Personal Trainerin/Body & Mind Coach geht mit dir insoweit konform, dass ich Kohlehydrate abends reduzieren soll. Aber wenn ichüberhaupt keine Kohlehydrate esse, falle ich über Schokolade = Zucker her. Du bezeichnest sie ganz richtig als Sattmacher, und abnehmen kann nie bedeuten, ewig zu hungern. Ich lerne gerade wieder, meinen Körper zu verwöhnen, damit er Zucker & Co nicht mehr braucht.

    • Ralf Gabler Februar 9, 2014 um 8:05 am Uhr - Antworten

      Hallo Barbara,
      danke für deine kontroverse Meinung! So entsteht lebendiger Austausch und die wirklichen Fragen können geklärt werden.
      Ich dachte auch so wie du, hatte diesen „Süss-Yieper“, Schokolade en masse etc.. Stimmt aber eben nur, solange du grundsätzlich noch zu viel Kohlenhydrate in der Nahrung hast. Dieses Antwortfeld reicht mir nicht – Ich möchte gern ausführlicher antworten um wirklich Klarheit zu schaffen. Im übrigen habe ich vor etwa 30 Jahren auch auch eine sehr gute Ausbildung zum Ernährungsberater gemacht. 😉

      Ich schreibe auf alle Fälle einen ausführlichen Ergänzungsartikel zum Thema. Über den Newsletter wirst du dann auf alle Fälle darüber informiert. Bleib dran!
      Herzliche Grüße
      Ralf

  4. Astrid von Weittenhiller Februar 10, 2014 um 12:14 am Uhr - Antworten

    Dann harre ich mal der Dinge und freue mich schon auf mehr Input

  5. Ralf Gabler Februar 10, 2014 um 6:42 am Uhr - Antworten

    Ja, kommt. Versprochen ist versprochen. „Hunger auf…“ ist nach meiner Meinung nicht ganz korrekt. Du kannst Hunger haben, Hunger ist Hunger.
    Aaaaber, du kannst „Bock auf etwas haben…“. Das ist ein Unterschied. 😉
    Hunger ist das, was Menschen haben die hungern. Wir in unserer Übersättigung haben meist nur Lust auf etwas. Kein Hunger.

  6. Ulrike Dauenhauer Februar 11, 2014 um 1:57 pm Uhr - Antworten

    Im Prinzip ja ganz schön. Aber wenn man ne Menge Lebensmittelunverträglichkeiten hat, ist es nicht mehr so einfach. Allerdings sorgen die auch dafür, dass die Kilos unten bleiben ,-)

  7. Ralf Gabler Februar 11, 2014 um 2:12 pm Uhr - Antworten

    Hallo Ulrike Dauenhauer nicht nur im Prinzip. In der Ernährung ist grundsätzlich nichts drin, was hohes Potential für Unverträglichkeiten hat. Oder denkst du an etwas Spezielles?

    Du hast ja reichlich freie Auswahl, lediglich Getreide und Zucker fällt weg. Von Fettunverträglichkeiten habe ich bislang noch nicht gehört.

    Ausserdem heißt eine Unverträglichkeit ja nicht unbedingt Verzicht. Ist ja keine Allergie. Sprich bestimmte Mengen gehen immer und die Toleranzgrenze lässt sich erweitern.

    Zum Thema Unverträglichkeiten sollte ich wohl auch mal etwas schreiben, denn da kursieren die grauslichsten Meinungen. Ganz wild wird es, wenn dann noch die esoterischen (weil nicht nachvollziehbaren) „Messungen“ ins Spiel kommen. Blutanalysen, Orgon, Bioresonanz und wie all dieser Dummfug heißt. Wobei Blutanalysen primär in Bezug auf „Unverträglichkeiten“ Mumpitz sind. Es gibt durchaus Bereiche, die über Blutanalysen abgedeckt werden können. Unverträglichkeiten NICHT!

    Merke schon wieder wie mich das Thema reisst. Danke für den Input – da werde ich auf dem Blog noch etwas ausführlicher dazu schreiben.

  8. Julia Gruber Februar 11, 2014 um 5:32 pm Uhr - Antworten

    Hallo Ralf, super Hinweis auf die schnell verdaulichen Kohlenhydrate und ihren Einfluss auf den Zuckerspiegel und die Insulinausschüttung. Aber wie begründest du denn deine Aussage, dass man bei Unverträglichkeiten trotzdem bestimmte Mengen des unverträglichen Lebensmittels essen kann? Und sich die Toleranzgrenze erweitern lässt? Eine Unverträglichkeit entsteht im Normalfall durch eine durchlässige Darmwand (leaky gut) und bedeutet, dass Bestandteile des Nahrungsmittels in den Blutkreislauf geraten und so eine Entzündungsreaktion hervorrufen. Man spricht dabei von versteckten Entzündungen (silent inflammations). Jedes Mal wenn ich vom unverträglichen Lebensmittel esse, löse ich somit Entzündungsreaktionen im Körper aus. Das kann doch eigentlich nicht wünschenswert sein, oder siehst du das anders? Ausserdem: es gibt durchaus wissenschaftliche Methoden, solche Entzündungsreaktionen zu messen! Wir haben damit nun bereits 10 Jahre praktische Erfahrungen und genug Erfolgsbeispiele, dass das tatsächlich funktioniert.

  9. Ralf Gabler Februar 11, 2014 um 6:22 pm Uhr - Antworten

    Hallo Julia, danke für deine Anmerkungen. Sowohl für die Bestätigenden, ganz besonders aber für die Gegenteiligen. Es war mir schon klar, dass das kontroverse Diskussionen auslösen wird. Jetzt geht hier vor und vor allem hinter den Kulissen richtig etwas ab.

    Nur ganz kurz. Unverträglichkeit = Intoleranz. Nehmen wir zum Beispiel Milchzucker. Bestimmte Mengen werden gut vertragen, je höher die Dosis, desto mehr Probleme bekommt ein Mensch mit Lactoseintoleranz. Diese Reaktionsschwelle lässt sich „trainieren“ und nach oben verschieben. Gleiches gilt für z.B. für Fructoseintoleranz. Damit unterscheidet sich per definitionem auch die Intoleranz von der Allergie.

    Leaky gut ist eine „Erkrankung“ der Darmschleimhaut. Unabhängig vom Nahrungsmittel. In diesem gesamten Komplex sind möglicherweise auch (Auto)Immunreaktionen involviert. Sehe ich aber als Problem des Immunsystems (eher noch Allergieähnlich), nicht als Intoleranz.

    Würde mich aber freuen das mal im Detail mit dir zu erörtern. Wäre doch mal ein geniales Thema für einen „Video-Expertentalk“? Lust dazu? Dann hätten sicher auch die stillen Mitleser noch mehr davon.

  10. Ralf Gabler Februar 28, 2014 um 8:02 am Uhr - Antworten

    coach für Runde 2 schreibt: Jetzt bekommst du dein Fett ab (Runde 2) – http://t.co/937OjolhJc http://t.co/QkvECibJRa

  11. Sabine März 15, 2014 um 10:13 am Uhr - Antworten

    Sehr guter Artikel, vielen Dank. Meiner Meinung und Erfahrung nach geht es bei Low Carb darum, auf Zucker und Getreide zu verzichten. Gar keine Kohlenhydrate, wie hier einige schreiben, geht genau genommen gar nicht. In Gemüse, Obst, Milch, Quark, Joghurt sind überall Kohlenhydrate drin. Und von Obst mal abgesehen, dass in kleinen Mengen zu den Mahlzeiten gut ist, aber zwischendurch beim Abnehmen nicht gerade förderlich ist, ist das auch kein Problem. Mir hat es zumindest nicht geschadet, ich habe auch gute Erfahrung mit Carb-Cycling, d.h. nach einigen Tagen Low Carb einen Tag mit etwas mehr KH einschieben. Jeder Mensch ist unterschiedlich, einfach ausprobieren, was zu einem passt und vor allem, was man auf Dauer ins Leben integrieren kann.
    Liebe Grüße und allen weiter viel Erfolg beim ausprobieren und Erfahrung sammeln!

    • Ralf Gabler März 15, 2014 um 12:40 pm Uhr - Antworten

      Hallo Sabine,

      danke, gern! 😉

      Danke auch für deinen Kommentar und deine Ausführungen. Sehe ich prinzipiell genau so. No Carb ist nicht wirklich machbar. Carb-Cycling, Cheat-Days etc. können durchaus bei dem einen oder der anderen hilfreich sein. Vollkommen d’accord! Auch wenn die körperliche Basis grundsätzlich ähnlich ist spielt die Psyche immer eine wichtige Rolle.

      Herzliche Grüße
      Ralf

  12. Rou Ven Sie Gler August 30, 2014 um 7:23 am Uhr - Antworten

    Seit März 2014:

    – bewusste Ernährungsumstellung (viel weniger Kohlenhydrate dafür viel mehr Eiweiß), also Brot, Toast, weißes Mehl, Wurst, Nudeln, Schokolade, Limo, Säfte, Wein & Radler weg, Obst, Gemüse, Fisch rotes Fleisch, Naturjoghurt, Magerquark, Eiweißpulver & -Riegel, Smothies, Cola light & Wasser her. Und: wieder unterscheiden lernen zwischen Hunger & Lust zu unterscheiden und auf das Sättigungsgefühl achten!

    – bewusste Ernährungszeiten, d.h. den Stoffwechsel am Brennen halten und ab 18.30 Uhr gibt es nur noch nen Eiweißshake & Wasser

    – mehr Bewegung! 2 x pro Woche Fitnessstudio und mindestens 1 x 6 km Joggen. Alles im Pulsbereich zwischen 115-145.

    Alles machbar – mit Erfolg!

    März 2014: 106 kg
    Heute früh: 91,3 kg

    … und es geht weiter! Mit Spaß!

  13. Rou Ven Sie Gler August 30, 2014 um 7:29 am Uhr - Antworten
  14. Ralf Gabler August 30, 2014 um 11:17 am Uhr - Antworten

    Super Rou Ven Sie Gler, freut mich für dich. Bleib dran! Du schaffst das!

  15. Rou Ven Sie Gler August 30, 2014 um 11:19 am Uhr - Antworten

    Gestern nicht (Nominierung) und heute auch nicht (Kinder wollten Pfannkuchen), aber morgen früh geh ich laufen! 😉

    Ausnahmen müssen auch mal sein – verbietet ja auch keiner, so lange die Baseline stimmt! 😉

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