6. Strategem – Wenn du weisst was du tust …

//6. Strategem – Wenn du weisst was du tust …

6. Strategem – Wenn du weisst was du tust …

… kannst du tun was du willst. Dieser Satz von Moshé Feldenkrais, dem Schöpfer der Feldenkrais Bewegungstherapie ist auch eine der Basisweisheiten für dich als angehenden Krieger. Das 6. Strategem (von 48 aufeinander aufbauenden Strategemen) greift genau diesen Punkt auf.

Moshé Feldenkrais kann man mit Fug und Recht als Krieger bezeichnen. Er hat sich sehr intensiv mit Judo und Jiu-Jitsu auseinandergesetzt und diese Kampfkunst-Basis in seine Therapiemethode eingewoben.

Das 6. Strategem passt haarscharf zu seinem Zitat:

6. Strategem

Wenn du dein Leben nicht verstehst, kannst du keine klaren Entscheidungen treffen. Denn dann erkennst du die Bedeutung deiner Entscheidungen nicht. Als Krieger betrachtest du dein Leben mit äußerster Präzision. Du strebst danach, all deine Motive, Handlungen und Reaktionen zu verstehen.

Die Präzision, mit der du als Krieger dein Leben betrachtest, verleiht dir die Kraft, Entscheidungen zu treffen.

japan_samurai_GablerVerstehe deine Programme

Wie oben bereits geschrieben ist es wichtig zu wissen was du tust. egal ob es unbewusste Reaktionen sind oder bewusste Reaktionen. Nur wenn du wirklich über dich und deine „Programme und Programmierungen“ Bescheid weisst, kannst du etwas ändern. Ansonsten machen diese Programmierungen mit dir, was du möglicherweise nicht willst.

Das gilt für dein ganzes Leben – versuche dich selbst zu ergründen und zu verstehen. Das Thema ist egal. Sicherlich bist du nicht übergewichtig weil das so toll ist. Sicherlich hast du nicht zu wenig Selbstwert, weil du das gut für dich findest. du wirst wohl auch kaum absichtlich ungesund essen, oder zu viel trinken.

Veränderung

Wie bereits in den vorherigen Strategemen steht, geht es nicht um Entschuldigungen für ein bestimmtes Verhalten. Mit dem heutigen Strategem geht es darum dich selbst zu erkennen. Es geht darum zu erkennen und sich selbst das eigene Verhalten einzugestehen. Erkenntnis ist der erste Schritt zur Veränderung.

Wann handelst du automatisch?

Mach dir klar, welches die Dinge sind, die dir nicht passen. Such keine Gründe – mach dir nur klar, in welchen Bereichen dein Leben nicht richtig funktioniert. Was ist es bei dir? Ich weiss zum Beispiel, dass ich immer wieder zu viel und/oder zu unregelmäßig esse. Im Rahmen vom 6. Strategem steht das einfach nur so als Feststellung. Zu viel essen. Andere Verhaltensweisen wie Fast-Food oder Alkohol habe ich bereits früher erkannt/benannt. Diese beiden Punkte kann ich mittlerweile nach Belieben tun oder lassen. Klarheit über das eigene Verhalten hilft dir.

Es geht mit dem 6. Strategem nicht darum, dass du dir Dinge versagst. Es geht nicht um Verbote. Es geht auch nicht darum, was Richtig oder Falsch ist. Es geht darum Klarheit über dich und deine Automatismen zu bekommen. Wo wünscht du dir mehr Klarheit? Was hast du für Automatismen, die dich immer wieder an dir selbst stören?

Wo drückt dich der Schuh? Ich freue mich, wenn du dich traust hier in den Kommentaren etwas von dir öffentlich zu machen. Denn: Wenn  du weisst was du tust – kannst du tun was du willst!

2017-02-16T09:12:09+00:00 By |4 Comments

4 Kommentare

  1. Ralf Gabler März 31, 2014 um 12:01 pm Uhr - Antworten

    coach für Runde 2 schreibt: 6. Strategem – Wenn du weisst was du tust … – http://t.co/3ZiNRZug4y http://t.co/O1RPe8oaH4

  2. […] 6. Strategem: Wenn du weisst was du tust … – Text auf ralfgabler.de Was hat Feldenkrais mit Kampfkunst zu tun? Klare Entscheidungen können nur aus dem Verstehen getroffen werden. Wie findet man Klarheit über das eigene Verhalten? […]

  3. Jörg April 7, 2014 um 5:03 pm Uhr - Antworten

    das schwierige ist das trennen der „Stimmen“: Die von „aussen“ getrieben sind, gegenüber denen, die tatsächlich von „innen“ kommen. Die innere Stimme gilt es zu finden und von der äusseren zu trennen. Wir alle werden bereits in der Kindheit auf die äusseren Stimmen getrimmt (in der Schule, die Gesellschaft). Irgendwann in der Kindheit verliert man dann eventuell die innere Stimme. Diese gilt es zu (wiederzu-)finden. Sobald man dieses bemerkt ist man auf jeden Fall shon mal wieder im Dialog mit seiner inneren Stimme und wird sich selber wieder mehr kennen lernen…

    • Ralf Gabler April 9, 2014 um 11:15 am Uhr - Antworten

      Hallo Jörg,

      danke für den Kommentar. Und ja, es stimmt – es ist wichtig zu erkennen, ob etwas von aussen, oder von innen kommt.

      Herzliche Grüße
      Ralf

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