13. Strategem – Du machst das!

//13. Strategem – Du machst das!

13. Strategem – Du machst das!

Der Satz: „Du machst das“, kann sehr viel Bedeutungen haben. Es kann die Anweisung eines Anderen an dich sein. Es kann als positive Motivation gesehen werden, im Sinne von „Du kannst das (machen)“. Gleichzeitig auch als Lob oder Tadel im Sinn von „Du hast das gemacht“.

Das 13. Strategem aus der Strategemserie „Weg des Kriegers“ hat letztlich diesen zentralen Satz als Hauptaussage. Hier das Strategem im originalen Wortlaut:

13. Strategem

Bevor sich ein ein Mensch entschliesst, den Weg des Kriegers zu gehen, sucht er die Schuld für seine Schwierigkeiten im Verhalten der anderen Menschen und in äußeren Umständen. Im Leben des Kriegers ist kein Platz für Schuldzuweisungen und Bedauern.

Ein Krieger begreift, dass er es ist, der sich für die Welt, in der er lebt, entschieden hat. Aus diesem Grunde sucht er nicht nach Schuld im Verhalten anderer oder in äußeren Umständen.

Das 13. Strategem greift wie gewohnt die Inhalte des vorherigen Strategems nochmal auf und wählt einen etwas anderen Blickwinkel und präzisiert die Aussage dadurch nochmals.

Die Aussagenweg des kriegers

Du entscheidest dich – durch deine Handlungen – für die Welt in der du lebst. Weil du bist, wie du bist, ist deine Welt so wie sie ist. Es sind nicht die Anderen, oder die Umstände – Du machst das. Klingt doch irgendwie schon wieder esoterisch? Mag sein, ist es aber nicht. Die Tatsache ist nämlich mittlerweile gut belegt.

Du nimmst nur das wahr, auf was du achtest. Du hast kein objektives und umfassendes Bild, du hast nur ein Bild von den Dingen auf die du achtest. Als Beispiel habe ich hier ein kleines Video für dich eingebunden, welches das auf amüsante Art und Weise aufzeigt. Du wirst es vermutlich nur schwer schaffen die Pässe der weiss gekleideten Spieler wirklich korrekt zu zählen:

Bei dem Video gilt natürlich selbstverständlich auch das allgemein bekannte Sprichwort „Ausnahmen bestätigen die die Regel.“ Denn wenn du das Video kennst, oder ähnliche Videos vorher schon gesehen hast, ist das nicht mehr ganz so spektakulär. Dann erinnere dich daran, wie es dir gegangen ist, als du das erste Mal auf so ein Video gestoßen bist. Ich konnte es nicht glauben diese Dinge tatsächlich übersehen zu haben.

Aber sicher hast du im Sprichwort oben das überflüssige „die“ sofort bemerkt! Oder etwa nicht? Echt jetzt? Wir Menschen habe unzählige Filter und Systeme, durch die aufgenommene Informationen laufen. Letztlich nehmen wir das wahr, was uns in den Kram passt. Klingt hart, ist aber wirklich gut belegt.

Unbewusst

Genau das Gleiche bestätigt das jahrhunderte alte Strategem von oben. Du machst das. Du machst, dass deine Welt ist wie sie ist, weil du sie so wahrnimmst, wie du sie wahrnehmen willst. Wobei das Wollen nicht unbedingt aktiv sein muss. Das können auch unbewusste Prozesse sein. Als Krieger versuchst du dein unbewusstes Handeln zumindest zeitweise ins Bewusstsein zu holen.

Schon gehört?

Auch zu diesem Strategem habe ich dir wieder ein Hörfile (Podcast) aufgenommen. In dem File versuche ich meine Gedanken noch etwas deutlicher darzulegen, als das in dem Text möglich ist.

 

Ich freue mich auf deine Kommentare und Anregungen zu – Du machst das! Wenn es dir gefallen hat teile den Artikel mit deinen Freunden, damit auch die den „Weg des Kriegers“ mit dir gehen können. Gemeinsam macht das mehr Spass.

2017-02-16T09:12:09+00:00 By |5 Comments

5 Kommentare

  1. Mara Mai 12, 2014 um 7:37 pm Uhr- Antworten

    Das ist sehr richtig, was du da schreibst. Die Phase, in der man die anderen für alles verantwortlich macht, kenne ich auch :-).

    LG,
    Mara

    • Ralf Gabler Mai 13, 2014 um 5:54 am Uhr- Antworten

      Hallo Mara,
      danke für den Kommentar. Ich sag mal so: „Jeder der aufmerksam und ehrlich zu sich selbst ist kennt diese Phase.“ Leider kommen nur viele nicht aus der Phase raus, weil sie im ersten Blick so herrlich angenehm ist. Schön, dass es für dich nur eine Phase war und du offensichtlich weitergegangen bist.
      Herzliche Grüße
      Ralf

  2. Dennis Sievers Mai 13, 2014 um 12:57 pm Uhr- Antworten

    Die selektive Wahrnehmung die wir haben auf die dinge ist schon erstaunlich.

    Hab es das erstmal gemerkt. Als ich vor langer Zeit mit jemanden über einen Fiat 500 geredet habe. Das Auto war mir vorher nicht bekannt.

    Die Woche darauf hab ich nur noch das Auto überall fahren sehen.

    Das geht auch mit unserer Wahrnehmung auf unser eigenes Leben. Man muss es nur erstmal verstehen, dass wir das Leben wählen worauf wir schauen.

    • Ralf Gabler Mai 13, 2014 um 2:28 pm Uhr- Antworten

      Hallo Dennis,
      genau das was du da mit dem Auto beschreibst ist ein sehr gutes Beispiel für das was ich meine. Wenn du dich für etwas entscheidest wirst du es wahrnehmen. Das klappt „im Guten wie im Bösen.“
      Herzliche Grüße
      Ralf

  3. Ralf Gabler Juni 2, 2014 um 12:03 pm Uhr- Antworten

    coach für Runde 2 schreibt: 13. Strategem – Du machst das! – http://t.co/J277XXY0fm http://t.co/xHPMVH3BTr

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